Treffen sich ein Priester und ein Imam zum Tee Amazon Primes neuer Spot ist ganz großes Weihnachtskino

Mittwoch, 16. November 2016
Amazon ruft zu mehr Toleranz auf
Amazon ruft zu mehr Toleranz auf
Foto: Amazon Europe
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Amazon Weihnachtskino Joint


Wie formuliert man eine relevante, zur Jahreszeit passende aber gleichzeitig auch abverkaufsrelevante Botschaft? Dass die eierlegende Wollmilchsau der Werbung durchaus möglich ist, demonstriert Amazon aktuell mit seinem neuen Spot für Amazon Prime. In dem von der Londoner Agentur Joint kreierten Commercial treffen sich ein Priester und ein Imam zum Tee und entdecken erstaunliche berufliche Parallelen.
Der Spot ist gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen handelt es sich um keine eigenständige Weihnachtskampagne, sondern um einen Spot aus der laufenden Amazon Prime-Kampagne. Zum anderen ist Amazon damit der erste große Werbungtreibende, der sich zum Jahresende an einen Aufruf zu Toleranz und mehr Miteinander wagt. Denn zu sehen sind in dem Film zwei Vertreter der großen Weltreligionen, die sich zum Tee treffen, um angeregt miteinander zu plaudern. Nach dem Treffen fühlen sich beide zu einem Geschenk an den anderen inspiriert. Und beide kommen auf die gleiche Idee: Knieschützer, um den guten Freund bei seiner amtsbedingt knieenden Tätigkeit zu entlasten. Die Kampagne verzichtet auf große Bilder und überzeugt stattdessen mit großer Authentizität. So handelt es sich bei den Darstellern nicht um Schauspieler, sondern um echte Geistliche aus London. Die kreative Idee dürfte Aufftraggeber Amazon aber auch in kommerzieller Hinsicht zufrieden stellen. Schließlich endet der Film damit, dass am Ende der Schnell-Lieferservice Amazon Prime zum Einsatz kommt, um dem geschätzten Kollegen eine Freude zu machen. Diese schnelle Lieferung dürfte speziell für Spätentschlossene während der Weihnachtssaison ein echtes Argument sein.

Amazon Prime wird zudem in den kommenden Monaten mehr denn je auf eine positive Markenwahrnehmung angewiesen sein. Denn der E-Commerce-Riese hat gerade die Jahresgebühr für Prime-Bestellungen bei Neukunden von 49 auf 69 Euro erhöht. cam
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