Edeka "Kassensymphonie" knackt in Rekordzeit den Erfolg von "Supergeil"

Donnerstag, 11. Dezember 2014
Edeka - Kassensymphonie
Edeka - Kassensymphonie
Foto: Edeka / Youtube

Im aktuellen Kreativranking von HORIZONT ist der Lebensmittelhändler Edeka nach Hornbach der kreativste Werbungtreibende im Handel (Gesamtranking: Platz 5). Dank der Edeka-Viralspots könnte sich das im nächsten Jahr ändern. Denn Edeka zeigt derzeit mit "Kassensymphonie", dass der weltweite Erfolg von "Supergeil" kein Zufallstreffer war. Mit 11,7 Millionen Zugriffen liegt der Weihnachtsfilm nur wenige Tage nach seiner Freischaltung schon fast auf Augenhöhe mit dem im Februar freigeschalteten Erstlingswerk (12,8 Millionen Zugriffe).
Dabei geben beide Zahlen noch nicht einmal die absoluten Reichweiten wieder, da sie sich ausschließlich auf die Nutzung der offiziell auf dem Youtube-Account von Edeka geposteten Filme beziehen. Durch Reposts von anderen Usern liegt die reale Verbreitung noch deutlich höher. Was den Marketingverantwortlichen des Hamburger Unternehmens besonders gut gefallen dürfte: Edekas Filme kommen deutlich besser an als die Viralclips der Konkurrenz.
Im Sommer hatte sich Kaufland mit seiner Agentur Grabarz & Partner an dem Genre versucht. Doch "Kaufland: Alle sind da" kam bis heute nicht über knapp 400.000 Zugriffe hinaus. Rewe ist zur Weihnachtszeit ebenfalls mit einem Clip auf Youtube unterwegs (Kreation: Heimat, Berlin). Bisher wollten rund 850.000 Nutzer "Weihnachtszeit mit Rewe" sehen.

Diese Konkurrenz könnte sich in den kommenden Jahren allerdings deutlich verschärfen, da sich die Markenpräsenz im Internet auch für den Lebensmittelhandel zur strategischen Frage entwickelt. Während bei Edeka nur einzelne Regionalunternehmer derzeit mit E-Commerce experimentieren, spricht Rewe schon als Gesamtunternehmen offen darüber, dass man sich zum Ommnichannel-Händler entwickeln will. Unterhaltsamer Markencontent würde bei diesem Ziel helfen, da es zum einen die Suchmaschinen-Relevanz der Marke verbessert und zum anderen auch die digitalaffinen jüngeren Zielgruppen im richtigen Medienkontext erreicht.

Für Marketingexperten ist nun die Frage spannend, was Edeka aus seinem Erfolg in der Viralkommunikation machen wird. Schließlich begann auch Hornbach, der derzeit unbestritten kreativste Handelswerber, seine kommunikative Offensive 2006 mit der Viral-Kampagne "Ron Hammer". Hornbach hatte in den darauffolgenden Jahren die virale Mechanik bewusst nicht mehr verwendet, testete dafür aber in anderen Kommunikationsformaten immer die kreativen Grenzen aus. cam
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