EURO 2016 Warum sich das teure EM-Sponsoring für die No-Names Hisense und Socar gelohnt hat

Dienstag, 12. Juli 2016
Ein Highlight der EM war das Tor des Franzosen Payet gegen Rumänien
Ein Highlight der EM war das Tor des Franzosen Payet gegen Rumänien
Foto: Hisense

Sie gehören zu den Neulingen im Kreis der EM-Sponsoren: Der chinesische Elektronikkonzern Hisense und Socar, der staatliche Energiekonzern Aserbaidschans. Beide ziehen ein postives Fazit ihres Engagements.
Ihre Banden waren bei den Übertragungen der Spiele der Fußball-Europameisterschaft nicht zu übersehen. Und mancher Zuschauer fragte sich, wer oder was bitte sind Hisense und Socar. Der Elektroriese und der Gas- und Öllieferant waren zum Start des Fußballturniers im vergangenen Monat den meisten Europäern unbekannt. Das dürfte sich nun geändert haben, zu präsent waren die Banden und die Aktivitäten beider Unternehmen rund um die Spielstätten und im Netz. Harte Zahlen zur Markenbekanntheit gibt es beim staatlichen Energiekonzern Socar zwar noch nicht. Auf Nachfrage teilt der Gaslieferant jedoch mit, dass über eine Million Fans die Fanmeile besucht haben und dass das Unternehmen mit der Kampagne #MakeYourDebut knapp 90 Millionen Impressions in den sozialen Netzwerken erreicht hat. Weltweit soll der Umsatz an den eigenen Tankstellen um 30 Prozent gestiegen sein, unter anderem hatte Socar im Juli in der Schweiz das Netz der Esso-Tankstellen von Exxon Mobil übernommen. "Nach unseren Einschätzungen sind wir nun in ganz Europa bekannt", sagt Ibrahim Ahmadov, Deputy Head of Administrative Departement, Public Relations.

Hisense feiert derweil das erste Sponsoring einer chinesischen Marke bei einer Fußball-Europameisterschaft mit einem Video, das nochmals die Höhepunkte der EM zusammenfasst. Gleichzeitig zieht das Unternehmen ein erstes positives Fazit. Nachdem der chinesische Konzern sein EM-Engagement publik gemacht hatte, sind laut Hinsense Europa im ersten Halbjahr die Verkäufe um 50 Prozent gestiegen, allein der TV-Geräte Absatz um 64 Prozent. Die Kampagne #FeelEverything habe alle Erwartungen übertroffen und fast 300 Millionen Menschen unter anderem durch PR, Social Media und reichweitenstarke Influcener angesprochen, heißt es aus dem Unternehmen. Allein über Twitter, Instagram und Facebook-Live-Feeds habe der Auftritt über 20 Millionen Menschen erreicht. Die Folge: Schon jetzt gilt die Euro 2016 als eine der erfolgreichsten Markenkampagnen in der 47-jährigen Geschichte von Hisense. "Durch das aktuelle Sponsoring konnten wir weitere wertvolle Marketingerfahrungen sammeln", erklärt André Iannuzzi, bei Hisense UEFA Euro 2016 Projektleiter. Das Engagement beider Unternehmen ist derweil noch nicht zu Ende. Hisense und Socar bleiben bis Ende 2017 UEFA-Partner. mir

Exklusive für Abonnenten

Welche elf Einwürfe von der EM bleiben, erfahren HORIZONT-Abonnenten in der kommenden Ausgabe, die am Donnerstag erscheint und auch auf Tablets oder - nach einmaliger Registrierung - als E-Paper gelesen werden kann. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.


Meist gelesen
stats