EM-Kader Das sind die beliebtesten deutschen Nationalspieler

Dienstag, 31. Mai 2016
Begehrtes Testimonial und beliebtester Nationalspieler: Thomas Müller
Begehrtes Testimonial und beliebtester Nationalspieler: Thomas Müller
Foto: Volkswagen

Gerade eben hat Bundestrainer Joachim Löw den endgültigen Kader für die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich bekannt gegeben. Das auf Sponsoringstrategien spezialisierte Beratungsunternehmen Advant Planning hat bereits im Vorfeld untersucht, welche Nationalspieler eigentlich über die höchsten Sympathiewerte verfügen. Das Ergebnis überrascht nicht wirklich.
Die repräsentative Befragung unter 1000 Sportinteressierten hat ergeben, dass Thomas Müller der beliebteste deutsche Nationalspieler ist. Der Stürmer von Bayern München, zugleich Testimonial von Marken wie Barilla, Volkswagen und Rewe, erzielt einen ungestützten Sympathiewert von stolzen 49 Prozent. "Gerade Thomas Müller kommt mit seiner authentischen und humorvollen Art sehr gut in der Bevölkerung an. Dabei bleiben Jubel-Szenen wie nach dem Pokalfinale oder der Meisterfeier meist stark in Köpfen der Bevölkerung haften", sagt Hendrik Fischer, Geschäftsführer von Advant Planning. Und Szenen wie die, als Müller nach dem gewonnenen WM-Finale 2014 eine kolumbianische Reporterin auf bayerisch zutextete. Mit Manuel Neuer genießt auch die Nummer Zwei des Rankings eine sehr hohe Sympathie bei den Befragten. Der Nationaltorhüter kommt auf einen Wert von 40 Prozent. Dahinter klafft allerdings eine deutliche Lücke: Mats Hummels und Bastian Schweinsteiger erzielen Sympathiewerte von gerade einmal 19 Prozent. Schweinsteiger erfreut sich dabei besonders bei der weiblichen Zielgruppe einer großen Beliebtheit (70 Prozent). Der Mittelfeldspieler von Manchester United sowie FCB-Neuzugang Hummels sind darüber hinaus insbesondere bei der Zielgruppe der über 45-Jährigen beliebt.

Die beliebtesten deutschen Fußball-Nationalspieler

Quelle: Advant Planning (Beliebtheit in %, ungestützt)
Interessant auch das Ergebnis von Mario Götze. Der WM-Held bringt es auf einen Sympathiewert von 13 Prozent und sticht damit Spieler wie Marco Reus, Lukas Podolski und Mesut Özil aus. Das ist insofern bemerkenswert, als der Mittelfeldspieler von Bayern München zuletzt nicht durch Leistung, sondern durch seine teils irritierende Marketingaktionen im Netz und einen merkwürdigen Kurs bezüglich seines Arbeitgebers aufgefallen war. Götze hatte verkündet, beim Deutschen Rekordmeister bleiben zu wollen, obwohl man dort ganz offensichtlich nicht mehr auf ihn setzt. Offenbar erinnert sich ein Gutteil der Befragten bei Götzes Namen immer noch an sein entscheidendes Finaltor gegen Argentinien bei der WM 2014.

Die erstmals für die A-Nationalmannschaft nominierten Leroy Sané, Julian Weigl und Joshua Kimmich tauchen nicht einmal in den Top-10 auf und erzielen nur sehr geringe Werte zwischen 1 und 2 Prozent. Advant Planning erklärt dies auch mit den relativ geringen Bekanntheitswerten dieser Spieler. Das dürfte sich aber bald ändern: Alle fahren mit zur Europameisterschaft. ire
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