E-Marketer Snapchat könnte bald eine Milliarde US-Dollar mit Werbung erlösen

Mittwoch, 07. September 2016
Snapchat befindet sich weiter stark auf Wachstumskurs
Snapchat befindet sich weiter stark auf Wachstumskurs
Foto: Snapchat
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Snapchat Werbegeschäft Cathy Boyle


Das gehypte soziale Netzwerk Snapchat ist weiter auf Wachstumskurs - nun auch was die Einnahmen durch das Werbegeschäft anbelangt. Laut einer Prognose des Marktforschungsunternehmens E-Marketer werden die Werbeeinahmen von Snapchat in diesem Jahr rund 370 Millionen US-Dollar betragen. Im Jahr darauf könnte die App bereits an der Milliarden-Dollar-Marke kratzen: Für 2017 erwartet E-Marketer Werbeumsätze in Höhe von rund 935 Millionen US-Dollar.
Diese Summe könnte sich den Experten zufolge 2018 sogar auf 1,76 Milliarden US-Dollar erhöhen. Aktuell generiert Snapchat 95 Prozent seiner Werbeeinahmen im Heimatmarkt USA - nicht unverständlich, ist das Unternehmen dort bereits vor einiger Zeit in die Werbevermarktung gestartet. Hierzulande will Snapchat Features wie Snap Ads, Sponsored Geofilters und Sponsored Lenses Anfang 2017 ausrollen. E-Marketer schätzt, dass bis 2018 rund ein Viertel der Werbeeinnahmen außerhalb der Vereinigten Staaten erlöst werden. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen vor allem in den britischen Markt.

Prognostizierte Werbeeinahmen von Snapchat in Millionen US-Dollar

Quelle: E-Marketer
"Werbungtreibende interessieren sich wegen der großen Reichweite bei jungen Millennials und der Generation Z für Snapchat - beides wertvolle Zielgruppen für viele Unternehmen", sagt E-Marketer-Analystin Cathy Boyle. Um das Engagement mit diesen gewöhnlich schwer erreichbaren Zielgruppen voranzutreiben, habe Snapchat im vergangenen Jahr sein Portfolio an Werbemöglichkeiten stetig erweitert. In den USA sind etwa Kraft, Taco Bell, Vans, Gatorade und Trolli bereits Werbekunden des sozialen Netzwerks, das weltweit rund 150 Millionen tägliche Nutzer hat.

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Mit den von den Marktforschern prognostizierten Zahlen kommt Snapchat insgesamt nur auf 2,3 Prozent aller Werbe-Dollar, die 2016 in Social Media umgesetzt werden - an Facebook, Instagram und Twitter reicht die junge Plattform nicht heran. Auch wenn Snapchat seine Targeting-Möglichkeiten inzwischen verbessert hat: "Was jetzt noch belegt werden muss, ist die Frage, ob Snapchat auf Dauer für Werbungtreibende einen besseren Return-on-Invest liefern kann als andere soziale Netzwerke", so Boyle. fam
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