E-Commerce Französischer Marktführer Sarenza fordert Zalando mit neuer Kampagne heraus

Dienstag, 10. Mai 2016
Die skurrile Bildsprache ist auch in der neuen Sarenza-Kampagne geblieben
Die skurrile Bildsprache ist auch in der neuen Sarenza-Kampagne geblieben
Foto: Sarenza
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Zalando Stéphane Treppoz M&C Saatchi BBDO Germany Amazon


Versucht haben es schon viele. Sarenza glaubt nun die richtige Botschaft gefunden zu haben: Der französische Onlinehändler will bei deutschen Konsumenten Zalando als Referenzadresse für den Schuhkauf ablösen. Die neue Kampagne, die heute in allen großen europäischen Märkten startet, ist maßgeschneidert auf dieses ambitionierte Ziel. Statt wie bisher auf eine skurrile Bildsprache und ausschließlich emotionale Ansprache zu setzen, stehen nun konkrete inhaltliche Versprechen im Mittelpunkt der TV-Spots.
Star des ersten von den insgesamt drei bisher entwickelten TV-Spots (Filmproduktion: Wanda) ist beispielsweise Alexandra, die für die Zusammenstellung der Sommerkollektion verwantwortlich war. Alexandra ist wie die Protagonistinnen der anderen Spots eine echte Mitarbeiterin des Unternehmens, die durch ihren Auftritt sowohl konkrete Service- und Qualitätsfeatures als auch die besondere Mitarbeiterkultur des Unternehmen soll. Damit hebt sich die von der französischen Agentur CLM BBDO entwickelte Kampagne deutlich von dem ersten Auftritt (Kreation: M&C Saatchi GAD, Paris) ab, der sich lediglich um Brand Awareness bemühte. Zum neuen Werbeauftritt kommt auch ein neuer Claim. Mit "Serious about shoes" will Sarenza klar die eigene Leidenschaft für Schuhe auf den Punkt bringen und sich so als spezialisierter Händler von den Wettbewerbern abgrenzen.

CEO Stéphane Treppoz macht kein Geheimnis daraus, dass die erste Kampagne im deutschen Markt nicht sonderlich gut ankam: "In Südeuropa hat das gut funktioniert, aber die deutschen Kundinnen haben wohl konkretere Aussagen zu unserem Angebot vermisst." Aus Sicht des Managers eine fatale Entwicklung, denn Deutschland ist für Sarenza nach Frankreich der wichtigste Markt und die Marke will in den nächsten Jahren stark wachsen.

Mit einem Jahresumsatz von 200 Millionen Euro ist die Marke deutlich kleiner als ihre direkten Konkurrenten Amazon und Zalando. Allerdings will Treppoz sich auch künftig auf den Bereich Schuhe und Handtaschen beschränken und Sarenza nicht zu einer Lifestyleplattform ausbauen. Für diese Selbstbeschränkung sprechen nach Meinung des Managers klare wirtschafltiche Fakten: "Mit Schuhen ist es deutlich einfacher, eine profitable Marge zu erzielen, als das bei Mode insgesamt der Fall gewesen wäre." cam
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