E-Commerce-Branchenindex Mobile Shopping im Aufwind, Werbeausgaben ziehen an

Donnerstag, 29. September 2016
bezahlen mit dem Smartphone wird immer beliebter
bezahlen mit dem Smartphone wird immer beliebter
Foto: Fotolia

Das Technologieunternehmen IntelliAd hat neue Zahlen zum Online-Shopping-Verhalten der Deutschen veröffentlicht. Demnach ist Mobile Commerce weiterhin auf dem Vormarsch. Eine andere Erkenntnis: Online-Apotheken bekommen den Wettbewerbsdruck im Onlinehandel am stärksten zu spüren.

Die "Mobile First"-Ausrichtung der Händler zeigt offenbar Wirkung: 38 Prozent des gesamten Traffics (2015: 29 Prozent)) und 24 Prozent der Verkäufe (2015: 17 Prozent) erfolgten im zweiten Quartal dieses Jahres im Branchenmittel über Tablet und Smartphone. Vorreiter sei dabei die Modebranche, bei der sogar 30 Prozent der Käufe über mobile Endgeräte erfolgen. Deutlich aufholen müsse die Elektronikbranche, in der nur jeder zehnte Kauf per Mobilgerät erfolgt.

Dass der Wettbewerbsdruck im Onlinehandel steigt, bekommen der Auswertung zufolge die Online-Apotheken am stärksten zu spüren. In nur 12 Monaten sank die Conversion Rate von 10,5 Prozent auf 7,4 Prozent, die SEA-Ausgaben pro Kauf zogen um 163 Prozent an und auch die Warenkorbhöhe ging leicht zurück. Besonders positiv entwickelten sich den Studienmachern zufolge Damenmodespezialisten: Dank eines deutlichen Rückgangs des Cost-per-Click (CPC) müssen hier für einen durchschnittlichen Warenkorb von 161 Euro gerade einmal 3 Euro in Suchmaschinenwerbung investiert werden. Bei Herrenmode seien dagegen ganze 18 Euro pro Verkauf notwendig.
Die Zahlen im Überblick
Die Zahlen im Überblick (Bild: IntelliAd)
Die Unterschiede bei durchschnittlichen SEA-Ausgaben pro Verkauf variieren je nach Branche zwischen 2 und 53 Euro. Auffällig sei: Obwohl der CPC eher rückläufig ist, investieren Unternehmen einen wachsenden Anteil ihrer Einnahmen in Suchmaschinenwerbung. Unter anderem wurden bei Mode, Reisen und Elektronik pro Verkauf über 40 Prozent mehr für SEA ausgegeben, als noch im Jahr zuvor. "SEA spielt im E-Commerce eine zentrale Rolle als Traffic-Lieferant, bei dem man gezielt seinen Share of Voice steigern kann. Dabei ist es für Marketer allerdings zwingend notwendig, die eigenen SEA-Kampagnen effizient und automatisiert auszusteuern, und dabei intelligent mit anderen Kanälen zu verknüpfen", sagt Frank Rauchfuß, CEO und Geschäftsführer von IntelliAd.

Die Zahlen und Fakten hat IntelliAd im aktuellen E-Commerce-Branchenindex zusammengefasst. Vierteljährig untersucht das Unternehmen die Online-Shopping-Welt im Detail. Für die Analyse des zweiten Quartals 2016 wurden über 2,3 Millionen Onlinekäufe in verschiedensten Branchen erfasst und mit dem Vorjahreszeitraum verglichen. ron

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