Durch die Blume Wie sich das Start-up Bloomy Days als CRM-Dienstleister neu erfindet

Montag, 13. Februar 2017
Bloomy-Days-Geschäftsführer Christian Kieb und Franziska von Hardenberg
Bloomy-Days-Geschäftsführer Christian Kieb und Franziska von Hardenberg
© Bloomy Days
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Start-up Onlineshop Nespresso CRM Westwing Escada


Zunächst als Onlineshop und Abo-Service für Blumenabonnements gestartet, hat das Berliner Start-up Bloomy Days ein profitables Geschäftsfeld als Marketing-Dienstleiter entdeckt. Immer mehr Marken sprechen mit ihren Kunden am liebsten durch die Blume. Mit Blumenbouqets im Marken-Design zur Kundenbindung, Neukundengewinnung oder Beschwerden-Management macht das Unternehmen mittlerweile 40 Prozent seines Umsatzes.

Ursprünglich war Bloomy Days im März 2012 aus einer persönlichen Leidenschaft seiner Gründerin entstanden. Franziska von Hardenberg hatte mit dem Start-up ihre persönliche Blumenliebe zum Beruf machen wollen. Das daraus abgeleitete Geschäftsmodell war so einfach wie konsequent: Über Abonnements mit variablem Umfang können sich Bloomy-Days-Kunden in Deutschland und Österreich wöchentlich professionell gestaltete Blumenarrangements liefern lassen. Kernzielgruppe des Services sind Unternehmen, die auf diese Weise eine Routinepflicht delegieren und so ihre Büroassistenz zugunsten wichtigerer Aufgaben entlasten können.

Mit diesem Konzept war der maximal denkbare Markt für Bloomy Day klar definiert. Dieses Problem löst das Start-up nun, indem es sich auch als Dienstleister für das Kundenmanagement der Unternehmen positioniert. „Emotionalität in der Kundenansprache wird immer wichtiger und muss dabei nicht allein auf das eigene Produkt limitiert sein. Wir sind der festen Überzeugung, dass es gerade hier noch ein enormes Potenzial gibt, welches wir auch hier wieder als First Mover nutzen möchten“, sagt Von Hardenberg.

Nespresso verschickte dieses Bouquet zu Weihnachten an seine Kunden
Nespresso verschickte dieses Bouquet zu Weihnachten an seine Kunden (Bild: Bloomy Days)
Die Kunden des Unternehmens decken dabei mittlerweile die ganze Bandbreite der Markenlandschaft ab: So ließ die Premiumkaffeemarke Nespresso zur Weihnachtszeit 100.000 Bouquets in der Corporate Identity der Marke an Topkunden verschicken. Das Berliner Unternehmen entwarf dazu nach Vorgaben von Nespresso ein spezielles Arrangement aus Eukalyptus, Japanrose und Lilien, das in einer weißen Box im Nespresso Design geliefert wurde. Begleitet wurde das Bouquet von der Nachricht „Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen Moment besonders machen“.

Ziel der Direktmarketingaktion war es nicht nur, die bestehenden Kunden zu binden, sondern auch über die emotionale Botschaft ihre Empfehlungsbereitschaft (Net Promoter Score) zu verbessern und so auch potenzielle Neukunden an die Marke heranzuführen. Noch während der Aktion bedankten sich die ersten Kunden bei der Marke. Hunderte der Bouquet-Empfänger posteten Bilder in den sozialen Medien. Aus Sicht von Evelyne Wrobbel, Marketing & E-Commerce Director Nespresso Deutschland, war die Kampagne damit ein Erfolg: „Die Blumengrüße passen wunderbar zu diesem Anspruch und so waren auch die Kunden begeistert.“

Westwing setzt Blumen zur Kundenbindung ein
Westwing setzt Blumen zur Kundenbindung ein (Bild: Bloomy Days)
Für das Team von Bloomy Days gehören solche Projekte mittlerweile zum Alltag. Kunden wie L´Oréal, Piaget, Escada und Start‐ups wie Westwing, Movinga und Thermondo nutzen die Blumengrüße nicht nur im Direktmarketing, um den NPS-Core ihrer Kunden zu steigern.  Bei Westwing haben sich die Blumen-Bouquets seit 2013 als eines der zentralen Kundenbindungsmaßnahmen etabliert. Tim Schäfer, Westwing-Mitbegründer und CMO: "Die Wertschätzung unserer Kunden ist für uns ein ganz wichtiges Thema und die Blumen von Bloomy Days passen einfach fantastisch zu unserer Marke." cam

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