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Christian Muche und Frank Schneider
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Dmexco in der Kritik So reagieren die Messe-Macher auf die brennendsten Fragen

Christian Muche und Frank Schneider
Ob zu Recht oder nicht, darüber lässt sich sicher streiten. Fakt ist: BVDW-Präsident Matthias Wahl hat im Interview mit dem Dmexco Magazin einen stärkeren Fokus der Kongressmesse auf die DACH-Region gefordert und bekannt: "Wir haben das Thema ein wenig schleifen lassen." Auch von anderer Seite mussten die Dmexco-Macher zuletzt Kritik einstecken: Dass die Veranstalter 2017 erstmals auch Eintritt von Frühbuchern nehmen (99 Euro), gefällt nicht jedem in der Branche. In einem gemeinsamen Statement antworten die beiden Dmexco-Macher Frank Schneider und Christian Muche auf die drei brennendsten Fragen.
von HORIZONT Online, Donnerstag, 07. September 2017
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    Wurde der massive internationale Ausbau der Dmexco in den vergangenen Jahren überreizt? Sämtliche inhaltlichen und strategischen Entscheidungen werden seit Jahren zwischen der Koelnmesse und dem BVDW im Beirat getroffen und bis zum heutigen Tag allesamt einvernehmlich. Insofern stellt die "Forderung" des BVDW die gemeinsam gewollte Entwicklung der Dmexco in einem anderen Licht dar. Man muss zudem ganz klar konstatieren, dass in der erfolgreichen Positionierung und Ausrichtung der Dmexco überhaupt kein Widerspruch zu finden ist: So wie der deutsche Markt durch die teilnehmenden Aussteller und die präsentierten Themen zu Beginn der Dmexco repräsentiert wurde, so ist dies auch weiterhin der Fall und zwar in einem größeren Maße als je zuvor.

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    Neben einem aktuellen Anteil der BVDW-Aussteller von rund 15 Prozent hat sich in den vergangenen Jahren die Anzahl der nationalen Aussteller, Besucher und damit der Themen über alle bereitgestellten Formate in der Expo und der Conference hinweg deutlich weiterentwickelt und erhöht. Es gibt keine Diskrepanz zwischen einem Gesamtwachstum und der Möglichkeit, nach wie vor sämtliche Entscheider auch des nationalen Marktes zu treffen und Geschäfte auf der Dmexco zu machen. Es liegt bei einem so kontinuierlichen Wachstum wie bei der Dmexco nur in der Natur der Sache, dass die Vielfalt dadurch zunimmt. Unserer tiefsten Überzeugung nach sollte dies eher ein Benefit für alle Beteiligten sein!

    Die große Stärke und USP der Dmexco ist ihre Position als Business- und Innovationsplattform der globalen Digitalwirtschaft – dazu zählt insbesondere auch der deutsche Markt, der für die Sichtbarkeit seiner Themen und den internationalen Ausbau seines Geschäfts alle Möglichkeiten zur Präsentation besitzt. Eine Fokussierung auf rein deutsche Aussteller, Themen und so weiter wird die Dmexco auf eine nationale Branchen-Veranstaltung reduzieren, die es allerdings bereits in verschiedener Anzahl gibt.
    Besucher Dmexco
    Bild: Dmexco

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    Sie sind stolz darauf, die Dmexco inzwischen zu, wie Sie sagen, "einem der Top 3 Tentpole-Events der globalen Digitalwirtschaft" entwickelt zu haben. Wie lässt sich das künftig mit einem wieder stärkeren Fokus auf deutsche Themen aufrechterhalten? Hier wird etwas suggeriert, was so nicht der Fall ist: Wir sehen keinen Widerspruch zwischen einer wachstumsbedingten größeren Vielfalt und der Darstellung einzelner – auch nationaler – Themen und Marktteilnehmer. Sollte ein deutsches Unternehmen ausschließlich nationale Kunden bedienen wollen, so kann es dies weiterhin machen, da schließlich der deutsche Markt nach wie vor zu 100 Prozent auf der Dmexco präsent ist. Wir wissen aber aus zahlreichen Gesprächen mit Ausstellern und Besuchern, dass gerade die Auswahloption zwischen den vielen Formaten und vielfältigen Themenangeboten als sehr positiv und außergewöhnlich für einen Event in Deutschland angesehen wird und dies eindeutig als Vorteil gegenüber den vielen rein nationalen Events empfunden wird.

    Die Dmexco verlangt 2017 erstmals auch Eintritt von Frühbuchern. Warum – brauchen Sie das Geld oder wollen Sie Zielgruppen wie Studenten oder Berufseinsteiger bewusst ausschließen? Auch diese Entscheidung ist im Beirat der Dmexco einstimmig und übereinstimmend getroffen worden! Insofern stehen alle beteiligten Parteien voll und ganz hinter dieser Entscheidung und es ist unser aller Überzeugung, dass allein die hohe Wertigkeit der Dmexco dies rechtfertigt. Der maßgebliche Beweggrund für das aktuelle Ticketing-Modell dient vor allem aber der weiteren Entwicklung der Dmexco und Qualitätssicherung bei den Fachbesuchern.

    Zudem ergibt sich die Möglichkeit, die hohen infrastrukturellen Investitionen in das Wachstum der Dmexco in den vergangenen Jahren (Erweiterung auf sechs Hallen und drei Eingänge; Neubauten: Motion Hall, Experience Hall, vergrößerte Congress Hall, vergrößerte Debate Hall, zusätzlicher Food Court, vergrößertes Start-up Village, World of Experience) beizubehalten und darüber hinaus weiterhin ein hochkarätiges Conference-Programm mit Top-Speakern anzubieten. Außerdem kann so mit der zunehmenden Internationalisierung der Dmexco Schritt gehalten werden. Die an der Dmexco teilnehmenden Aussteller haben uns darin bestärkt, die Kontakte in Bezug auf die Qualität hochzuhalten und nicht mit den reinen Party- und Networking-Veranstaltungen zu konkurrieren. hor

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