Digitale Narzissten Sieben Eigenschaften, die Marken bei der Ansprache von Millennials beachten müssen

Mittwoch, 07. Dezember 2016
Digitaler Narzissmus kann von Werbungtreibenden gezielt genutzt werden
Digitaler Narzissmus kann von Werbungtreibenden gezielt genutzt werden
Foto: Syzygy
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Mehr als 200 Milliarden US-Dollar geben die sogenannten Millennials jedes Jahr in Amerika aus. Damit zählen die jungen Erwachsenen, die zwischen 1981 und 1998 geboren sind, zu einer der umsatzstärksten Altersgruppen in den Vereinigten Staaten. Doch wie sollten Werbungtreibende diese Zielgruppe ansprechen? Neue Erkenntnisse liefert eine Studie von Syzygy. Als wichtigsten gemeinsamen Nenner hat die Agentur den ausgeprägten Narzissmus der Generation ausgemacht.
Die Herausgeber der Studie kommen zu der Erkenntnis, dass Millennials im Vergleich zu früheren Generationen deutlich narzisstischer sind. Zudem seien Männer 24 Prozent narzisstischer als Frauen. Syzygy beschreibt auf Basis der Studienergebnisse sieben Charakterzüge, die Werbungtreibende beachten müssen, um Millennials anzusprechen. Im Mittelpunkt steht dabei EgoTech - unter diesem Begriff fasst die Agentur Technologien und Dienstleistungen zusammen, die den User umschmeichelt und ihm das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein. 

1. "Anspruch" - Gib mir nur das Beste

Narzissten glauben, dass sie dazu berechtigt sind, zu den Besten zu gehören. Sie sind davon überzeugt, dass sie stets Privilegien oder Sonderbehandlungen verdienen. Effektive EgoTech sollte Millennials das Beste oder eine Premium-Version bieten. Digitale Dienstleistungen oder Produkte können so besser beworben werden.

2. "Überlegenheit" - Schmeichle meinem Ego

Narzissten glauben, sie seien überlegen, schlauer, attraktiver und für andere wichtiger. EgoTech sollte ihrem Ego schmeicheln und Millennials an die erste Stelle setzen. Beispiele hierfür sind unter anderem die App von Starbucks, um in der Schlange schneller voran zu kommen, oder der Prime-Versand durch Amazon.

3. "Exhibitionismus" - Hilf mir, damit zu protzen

Narzissten neigen dazu, Aufmerksamkeit zu suchen und anzugeben. EgoTech, die überzeugen will, muss als Statussymbol und Prestigekonsum gesehen werden - natürlich, damit sich die jungen Erwachsenen selbst promoten können. Als Beispiele werden Tesla Autos sowie digitaler Zugang zu exklusiven Events oder Reisen genannt. Am wichtigsten sind dabei Fotos: Pics or it didn't happen.

4. "Eitelkeit" - Spiegle meine Schönheit

Narzissten sind eitel - kein Wunder, schaut man sich den Ursprung des Begriffs "Narzissmus" an: Der griechischen Mythologie nach fiel der Sohn eines Gottes vom Himmel. Narcissus, so der Name des Knaben, verliebte sich in sein eigenes Spiegelbild, das er in der Wasserreflexion sah. Als Spiegel sollte EgoTech den Millennials zeigen, wie gut sie aussehen. Instagram oder Snapchat schmeicheln den jungen Erwachsenen mit ihren vielen Filtern.

5. "Hang zur Ausbeutung" - Mach mich zum König der Welt

Auch wenn man es kaum glauben mag: Laut Syzygy neigen Narzissten dazu, ausbeuterisch zu agieren und ohne Empathie zu handeln. EgoTech soll dieser Meister-Sklave-Beziehung nachgeben und Millennials denken lassen, sie hätten die Welt in der Hand. Dienste wie Allyouneedfresh, Foodora, Deliveroo oder Uber zentralisieren die Welt auf den Nutzer und lassen "Sklaven" für einen arbeiten.

6. "Autorität" - Erweitere meinen Einfluss

Narzissten meinen, sie seien autoritär und Führungskräfte mit einem natürlichen Talent, um andere zu beinflussen. EgoTech sollte ihnen eine Stimme geben, um von anderen gehört zu werden. Apps wie Quora, Jodel oder Twitter ermöglichen es, Gedanken und Informationen mit der ganzen Welt zu teilen.

7. "Eigenständigkeit" - Hilf mir, mich selbst zu kennen

Narzissten glauben, dass sie fähiger als andere sind. Aus diesem Grund vertrauen sie am meisten auf ihr Bauchgefühl, das Herz oder den Verstand. Sinnvoll ist in diesem Fall EgoTech, dias den Millennials dabei hilft, auf ihren Körper, Geist und Seele zu hören. Apps wie Fitbit oder Apple Health sind Beispiele hierfür. Zusammengefasst sollten Werbungtreibende verstärkt darauf achten, das Ego der Millennials zu umschmeicheln und sie zu verwöhnen. "Make it about them, or don't make it at all", lautet das Fazit. kn
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