Digitale Markenführung Warum Otto sein Logo verändert

Montag, 02. März 2015
Das neue Otto-Logo funktioniert auf allen Kanälen
Das neue Otto-Logo funktioniert auf allen Kanälen
Foto: Otto
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Otto Marc Opelt Julia Stegner


Zehn Jahre lang hat Otto sein Logo nicht mehr angetastet. Heute schlägt der Handelsriese ein neues Kapitel in seiner Markengeschichte auf. Von seinem neuen Signet verspricht sich der Hamburger Konzern einen Quantensprung in Sachen digitale Markenführung. HORIZONT Online erläutert die Hintergründe.
Für den Laien sind die Neuerungen am Otto-Logo möglicherweise schwer zu erkennen. Johannes Erler, Geschäftsführer der vor rund einem Jahr von Otto beauftragten Hamburger Designagentur  ErlerSkibbeTönsmann, äußert gegenüber HORIZONT Online gleichwohl die Hoffnung, dass die nun eingeleiteten Veränderungen an der Corporate Identity große Wirkung zeigen werden. Der auffälligste Unterschied zum alten Logo ist, dass Otto beim Schriftzug auf die dünne Außenlinie - die sogenannte Outline - verzichtet hat. Der Grund ist einleuchtend. Laut Erler hat diese Linie vor allem auf digitalen Screens immer wieder Ärger gemacht. Heißt: der Schriftzug  wurde häufig verschwommen dargestellt.
Für einen Konzern wie Otto, der 85 Prozent seines Umsatzes online erzielt und über unterschiedlichste Kanäle angesteuert wird, ist das ein No-Go. Dass beim neuen Auftritt auf die Linie verzichtet wurde, ist daher auf den ersten Blick eine Kleinigkeit, hat für den Otto-Konzern aber eine enorme Bedeutung. "Als moderner E-Commerce-Händler begegnen wir unseren Kunden überall: auf kleinen Smartphone-Displays, auf Tablets, auf Monitoren bis hin zum Fernseher. Das neue Otto-Logo ist für all diese Kanäle optimiert", erläutert Marc Opelt, Bereichsvorstand Vertrieb bei Otto, die Tragweite der Entscheidung (siehe Video oben).

Das neue Logo wurde nicht nur für verschiedenste Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop optimiert. Laut Agenturchef Erler lässt sich der neue Schriftzug anders als die Vorgängerversion nun auch auf farbigem und bewegtem Hintergrund einsetzen. Dass die Veränderungen unter dem Strich dennoch moderat ausgefallen sind, hat einen guten Grund. Laut Erler hat die Agentur im vergangenen Jahr zwar alles mögliche ausprobiert. Allerdings habe man Otto am Ende von einer Logo-Revolution abgeraten. Grund: "Die Wiedererkennbarkeit einer Marke ist im E-Commerce heutzutage der Schlüssel zum Erfolg. Vor diesem Hintergrund hätte ein vollkommener Neuanfang keinen Sinn gemacht", so Erler.

Laut Vertriebschef Opelt wird das neue Logo auf digitalen Kanälen ab sofort eingesetzt. Anders sieht es im Offline-Bereich aus.  Im Einklang mit der nachhaltigen Unternehmensphilosophie des Otto-Konzerns sollen Druckerzeugnisse wie Visitenkarten, Briefpapier und Umschläge erst aufgebraucht werden, bevor neue produziert werden. Auch die Bildsprache soll schrittweise überarbeitet werden. Diese soll künftig die Markenwerte Modernität, Mode und Femininität unterstreichen.

Topmodel Julia Stegner ist Online-Presenterin für Otto
Topmodel Julia Stegner ist Online-Presenterin für Otto (Bild: Otto)
Neben dem Markenauftritt hat Otto auch ein neues Testimonial vorgestellt. Topmodel Julia Stegner, vom Magazin "Vanity Fair" zur bestgekleideten Frau Deutschlands gewählt, wird sich ab sofort als Markenbotschafterin für den Konzern stark machen. Die 30-jährige Münchnerin begleitet als Online-Presenterin den Start der Fashionsaison Frühjahr/Sommer 2015 und tritt rund um otto.de sowie in den sozialen Netzwerken als Botschafterin für die Marke auf. „Julia Stegner ist eines der wichtigsten deutschen Models und steht für stilsicheres Auftreten und modische Outfits", schwärmt Opelt. Als moderne Frau und junge Mutter verkörpere sie das, was Otto als Onlinehändler für Fashion und Lifestyle in seiner Ausrichtung plane. "Gemeinsam mit ihr werden wir die Marke Otto in der digitalen Welt erlebbar machen. Unsere Kunden dürfen gespannt sein, welche Überraschungen in der nächsten Zeit auf sie warten“, verspricht Opelt. mas
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