Digital Luxury Study Social Media wird für Luxuskunden wichtiger - aber Fachhandel bleibt die Nummer 1

Donnerstag, 13. Oktober 2016
Es steckt Musik im Luxusmarkt: Jüngst übernahm Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) den Kofferhersteller Rimowa
Es steckt Musik im Luxusmarkt: Jüngst übernahm Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) den Kofferhersteller Rimowa
Foto: LVMH
Themenseiten zu diesem Artikel:

Facebook Luxuskunde Luxusmarke Premiummarke Luxusgüter


Soziale Netzwerke und dort vor allem Facebook gewinnen für Luxusmarken zunehmend an Bedeutung. Das ist eines der zentralen Ergebnisse aus der Digital Luxury Study 2016, die die auf Premiummarken spezialisierte Agentur White Communications in Zusammenarbeit mit dem Sinus Institut bereits zum fünften Mal erhoben hat. HORIZONT Online zeigt die wichtigsten Ergebnisse in fünf Grafiken.
Stichwort Glaubwürdigkeit
Stichwort Glaubwürdigkeit (Bild: dfv)
Word-of-Mouth ist über alle Käuferschichten hinweg ein wichtiger und authentischer Kanal - Luxuskäufer bilden da keine Ausnahme. Aber auch Marken selbst empfinden die Befragten im Fachgeschäft oder auf Websites als sehr glaubwürdig. Werbemaßnahmen hingegen werden, kaum überraschend, als weniger glaubwürdig eingestuft und per se auch seltener zur Recherche und Information herangezogen.

Die Studie

Die Digitale Luxusstudie erscheint 2016 in der fünften Auflage - erstmals mit dem Kooperationspartner Sinus-Institut in Heidelberg. Die Marktforscher befragten von Juni bis Juli 2016 1000 Luxuskäufer nach ihrem Such-, Informations- und Kaufverhalten. Die Grundlage dafür bildeten die Sinus-Meta-Milieus als "Gruppen Gleichgesinnter".
Stichwort Social Media
Stichwort Social Media (Bild: dfv)
Das Fachgeschäft ist bei Luxuskunden immer noch die klare Nummer 1. Doch die Zeiten, in denen  Edelmarken das Internet ignorieren konnten, sind längst vorüber. Insgesamt haben 31 Prozent der Befragten Social Media schon einmal zur Inspiration und Information genutzt. Besonders wichtig ist dabei eine Facebook-Präsenz, um bei den Internetnutzern zu landen. 86 Prozent der Frauen und 83 Prozent der Männer informieren sich hier über Luxusmarken.
Stichwort Werbewirkung
Stichwort Werbewirkung (Bild: dfv)
Landläufig wird angenommen, Premiumkunden seien nicht werbeaffin - die Studienergebnisse zeigen hingegen, dass Werbung für Luxusprodukte durchaus funktionieren kann, wenn sie in einem exklusiven Rahmen stattfindet. So stimmen 74 Prozent der Befragten der Aussage zu, bei TV-Werbung müssten die Luxusmarke und der Sender respektive die Sendung genau zueinander passen. Als sinnvolles Umfeld schätzen die befragten Luxuskunden zudem Premiumkinos ein (78 Prozent).
Stichwort Mediennutzung
Stichwort Mediennutzung (Bild: dfv)
Am Internet kommt kein Luxushersteller mehr vorbei - so gut wie jeder der befragten Premiumkunden nutzt das World Wide Web mehrmals die Woche, die meisten davon auch auf mobilen Endgeräten. Ein Großteil der Onliner bewegt sich zudem in sozialen Netzwerken. Die Nutzungsintensität von Zeitschriften und Magazinen ist zwar geringer, aber lediglich 5 Prozent geben an, diesen Kanal nie zu nutzen.
Stichwort Geschlechtervorlieben
Stichwort Geschlechtervorlieben (Bild: dfv)
Wenig überraschend gibt es Unterschiede zwischen Frau und Mann, wenn es um die bevorzugten Luxusgüter und die Kaufintensität geht. Unter den befragten Frauen befinden sich 62 Prozent sogenannte "Heavy-Käufer", die regelmäßig oder ausschließlich hochpreisige Premiummarken shoppen. Sie interessieren sich dabei überproportional für Schuhe, Accessoires und Kosmetikprodukte. Männer hingegen sind  nur zu 55 Prozent "Heavy-Käufer", sie bevorzugen vor allem Uhren. fam
Meist gelesen
stats