Dieselgate Volkswagen übt sich in Demut und wirbt um Vertrauen

Montag, 05. Oktober 2015
So wirbt VW auf Facebook und in Sonntagstiteln um Vertrauen
So wirbt VW auf Facebook und in Sonntagstiteln um Vertrauen
Foto: VW
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Gestern feierte Deutschland 25 Jahre Wiedervereinigung. In Frankfurt fanden die zentralen Feierlichkeiten statt. Volkswagen hätte gerne mitgefeiert, stattdessen übt sich das Unternehmen in Demut.
Trubelig ging es in Frankfurt zu, viele Stände waren auf der Festmeile dicht umlagert, auch die der Sponsoren und Unternehmen. Im Volkswagen-Pavillon stehen Menschen. Zwei sitzen auf Rädern und treten in die Pedale, um Strom zu erzeugen. Auf der Straße diskutieren drei junge Männer über Autos und ihre Verbrauchswerte. Eigentlich soll es hier um E-Mobilität gehen, um "Think. New". Aber die Schwaden der Abgasaffäre wabern auch hier durch die Luft. Es geht hier alles etwas gedämpfter zu. Eigentlich wollte VW am gestrigen Tag mit den Deutschen feiern. Laut, ausgelassen und unbeschwert, Danke sagen für 25 Jahre Einheit, für 25 Jahre Unterstützung, für 25 Jahre Treue. "Es wäre der richtige Augenblick gewesen", schreibt VW. Der Satz steht in einer Anzeige, die in Sonntagstiteln, aber auch auf der Homepage sowie in den sozialen Netzwerken zu finden ist. Daran beteiligt ist Grabarz & Partner.
Das Wolfsburger Unternehmen will nicht den Eindruck eines Partygängers erwecken. VW geht es gerade um etwas anderes: "Wir werden alles tun, um Ihr Vertrauen zurückzugewinnen." Dieser Satz gibt die Strategie für die kommenden Wochen vor. Es ist die Bitte um Entschuldigung, ohne explizit Sorry zu sagen. Ein Kniefall vor den Kunden. Und der Anfang eines langen, sehr langen Weges, um die tiefen Dellen im Image wieder herauszubekommen. mir
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