Dieselgate Volkswagen startet mit der Information der Kunden

Mittwoch, 16. Dezember 2015
VW-Zentrale in Wolfsburg
VW-Zentrale in Wolfsburg
Foto: Foto: Volkswagen Aktiengesellschaft
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Volkswagen Manipulationsskandal Rückruf Dieselgate Europa


Volkswagen beginnt mit den Maßnahmen zum Rückruf der vom Manipulationsskandal betroffenen Fahrzeuge. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat die Pläne des Konzerns genehmigt. Jetzt werden die Kunden informiert.
Eines wird man mit dem Jahr 2015 noch eine ganze Weile verbinden: VW und der Manipulationsskandal bei der Abgasmessung von Dieselfahrzeugen. Immerhin ist jetzt klar, wie es weitergehen soll - zumindest in Europa. Für die Kunden in den 28 europäischen Märkten steht die Lösung für die betroffenen EA 189-Motoren.

Die Abhilfe

Für Aggregate mit 1,2 und 2,0 Liter Hubraum gibt es ein Software-Update. Die reine Arbeitszeit wird dabei rund eine halbe Stunde betragen. Die 1,6 Liter-Motoren bekommen ein Software-Update. Zudem wird direkt vor dem Luftmassenmesser ein Strömungsgleichrichter befestigt. Diese Veränderung an der Hardware soll aber weniger als eine Stunde Arbeitszeit dauern. Danach sollen die Autos die gültigen Abgasnormen erfüllen. Auf Motorleistung, Verbrauch und Fahrleistungen sollen sich die Veränderungen laut VW nicht auswirken.

Die Information

 Anders als es vielleicht der ein oder andere Kommunikationsexperte erwartet hat, wird VW seine Kunden nicht mit einer breiten Kampagne über den Rückruf informieren. Die betroffenen Kunden werden von dem Wolfsburger Autobauer direkt angeschreiben, sobald das KBA dem Unternehmen die Adressen zur Verfügung gestellt hat. Die Halter werden in einem ersten Brief zunächst darüber informiert, dass sich in ihrem Fahrzeug die manipulierte Software befindet. Unternehmen müssen die Kunden beim Erhalt des Briefs noch nichts. Erst mit dem zweiten Schreiben werden die Kunden gebeten, einen Termin mit einem frei zu wählenden Partnerbetrieb zu vereinbaren.

Die Abwicklung

Der Rückruf erfolgt in mehreren Wellen. Im ersten Quartal 2016 werden die technischen Lösungen an den 2,0-Liter-Motoren umgesetzt. Läuft alles nach Plan sind bis Ende des zweiten Quartals die 1,2-Liter-Motoren dran. Ab dem 3. Quartal erfolgt die Umsetzung bei den 1,6-Liter-Motoren. Aus Kundensicht wichtig: Zum einen sichert Volkswagen in der Zeit des Umbaus Ersatzmobilität zu, wenn Bedarf besteht. Zum anderen verzichtet der Konzern bis zum 31. Dezember 2017 auf die Garantie-Verjährung.

Die Entwicklung

Während in Europa damit eine Lösung in Sicht ist, müssen sich die amerikanischen Kunden noch weiter gedulden. Hier ist VW nach wie vor in der Abstimmung mit den US-Behörden, weil in den Staaten die Vorschriften für Diesel strenger sind. Zudem droht Volkswagen neuer Ärger an anderer Stelle. In China hat die Stiftung für Artenschutz und grüne Entwicklung in Peking eine Klage bei Gericht eingereicht. Die Umweltorganisation fordert eine Entschädigung in nicht genannter Höhe und eine Entschuldigung, weil der Konzern die Umwelt absichtlich geschädigt habe, sagte Vizegeneralsekretär, Ma Yong, der dpa in Peking. Und auch in Europa droht VW neuer Ärger.

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) ermittelt gegen Volkswagen (VW). Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich dabei auf eine Olaf-Sprecherin in Brüssel. Die Betrugsbehörde der EU-Kommission verdächtigt das Wolfsburger Unternehmen, EU-Mittel für Forschung und Entwicklung zweckentfremdet und damit möglicherweise rechtswidrig eingesetzt zu haben. mir
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge gegen Volkswagen. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Behördensprecherin in Brüssel.

Neue Vorwürfe gegen VW: Volkswagen soll Fördergelder zweckentfremdet haben | Wirtschaft - Mitteldeutsche Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
http://www.mz-web.de/wirtschaft/neue-vorwuerfe-gegen-vw-volkswagen-soll-foerdergelder-zweckentfremdet-haben,20642182,32937868.html#plx1077110481
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge gegen Volkswagen. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Behördensprecherin in Brüssel.

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