Dieselgate Volkswagen will mit Info-Tool für Transparenz sorgen

Montag, 05. Oktober 2015
Volkswagen schaltet Infotool auf der Homepage frei
Volkswagen schaltet Infotool auf der Homepage frei
Foto: Volkswagen

Volkswagen will raus aus den negativen Schlagzeilen. Kurz vor dem Start ins Wochenende hat der Wolfsburger Konzern auf seiner Homepage ein Online-Tool freigeschaltet. Damit können Kunden mit der Eingabe der Fahrgestellnummer selbst prüfen, ob ihr Fahrzeug von dem Manipulations-Skandal betroffen ist.
Zudem sind weiterführende Informationen sowie Fragen und Antworten rund um das Thema integriert. Das Online-Tool wird aktuell auch weltweit in die nationalen Internetseiten integriert und dort kurzfristig zur Verfügung stehen. Nochmals betont der Hersteller, dass alle Fahrzeuge auch vor einer möglichen Nachbesserung des Abgasverhaltens technisch sicher und fahrbereit sind. Auch der Handel stehe Kunden mit Rat zur Seite und informiere auf Nachfrage, ob ein Fahrzeug betroffen ist. Hier wird ebenfalls die Fahrgestellnummer benötigt.

Noch im Oktober wollen Volkswagen und die weiteren betroffenen Marken des Konzerns den zuständigen Behörden die technischen Lösungen und Maßnahmen vorstellen. Die Kunden dieser Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen und Monaten darüber informiert.

Derweil gehen die Ermittlungen im Konzern und von Behörden weiter. Die französische Justiz beispielsweise hat am Freitag ein Verfahren wegen mutmaßlichen schweren Betrugs eingeleitet. Kommenden Donnerstag muss Michael Horn, US-Chef von Volkswagen, vor dem US-Kongress in Washington Rede und Antwort zum Abgas-Skandal stehen. Gleichzeitig klagt hierzulande der erste Aktionär. Er fordert von VW 20.000 Euro Schadensersatz, wie Marc Schiefer von der Kanzlei Tilp mit Sitz in Tübingen gegenüber Spiegel Online erklärte. Die Kanzlei rechnet damit, dass weitere Klagen folgen werden.

Immerhin - und das gehört auch zu den VW-Nachrichten des Tages: Die Marke VW hat auf dem US-Markt im September einen Absatz von 26.141 Autos erzielt. Das war ein Mini-Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mitte des gerade zu Ende gegangenen Monats September hat die USA einen Verkaufsstopp für alle betroffenen Diesel-Modelle verhängt. mir
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