Deutscher Werberat Worauf Alkoholmarken im Social Web achten müssen

Dienstag, 29. September 2015
Alkoholmarken sollen sich auch im Social Web an den Werbekodex halten
Alkoholmarken sollen sich auch im Social Web an den Werbekodex halten
Foto: Colourbox

Seit Jahrzehnten schon können Hersteller alkoholischer Getränke in den Verhaltensregeln des Deutschen Werberats schwarz auf weiß nachlesen, was in der Werbung erlaubt ist und was nicht. 2005 wurde das Regelwerk auf sämtliche Online-Medien ausgeweitet. Doch angesichts des Booms von Social Media sieht sich der Werberat nun veranlasst, die Verhaltensregeln etwas näher zu erläutern.
Die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats sind als Ergänzung zu den gesetzlichen Vorgaben gedacht und sollen den Unternehmen als eine Art Richtschnur für Alkoholwerbung dienen. Mit den Erläuterungen, die seit heute im Netz zu finden sind, wollen der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und der Deutsche Werberat die Regeln vor allem verständlicher machen und konkrete Umsetzungshinweise geben. Ziel sei es, die Anwendung des bestehenden Kodex auch in Social-Media-Auftritten sicherzustellen.  Aus den Erläuterungen geht klipp und klar hervor, dass Unternehmen im Social Web in der Pflicht sind. So ist dort nachzulesen, dass die Hersteller in ihren digitalen Kanälen auch die Verantwortung für Beiträge tragen, die von Nutzern hochgeladen werden. Und dass unangemessene Texte, Bilder und Videos entfernt werden sollten, wenn sie nicht den Branchenstandards entsprechen.

Zudem soll der eigene Auftritt als offizieller Kanal des Unternehmens kenntlich gemacht werden. Davon verspricht sich der Werberat eine höhere Transparenz für die Nutzer, aber auch die Abgrenzung zu „Fan-Seiten“, die nicht von den Herstellern alkoholhaltiger Getränke kontrolliert werden können. Zudem sollen die verfügbaren plattformspezifischen Altersschranken genutzt werden. Und Weiterleitungsoptionen sollen, wo immer technisch möglich, so eingestellt werden, dass eine Weitergabe an Personen unterhalb des gesetzlichen Mindestalters ausgeschlossen ist. 
„Die Werbewirtschaft ist sich ihrer besonderen Verantwortung bei der Werbung für alkoholhaltige Getränke sehr bewusst, das gilt auch für Social-Media-Kanäle der Hersteller alkoholhaltiger Getränke", sagt Julia Busse, Geschäftsführerin des Deutschen Werberats. mas
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