Deutscher Medienkongress Renate Künast fordert mehr Wahrheit in der Werbung

Dienstag, 20. Januar 2015
Renate Künast auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt
Renate Künast auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt
Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

Es ist ein Satz, den man sich merken wird. "Eines geht nicht, Werbung für Produkte zu verbieten, die legal sind". Das ist die Auffassung von Renate Künast, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz.
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Damit setzt die grüne Politikerin am ersten Tag des Deutschen Medienkongresses von HORIZONT ein deutliches Zeichen gegen noch mehr Regulierung in der Branche. Die ehemalige Bundesministerin und heutige Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz im Bundestag eröffnete das traditionelle Treffen der Medien-, Marketing- und Agenturbranche mit einer Keynote und einem Streitgespräch mit Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL.
Renate Künast und Tobias Schmid (li.) stellen sich den Fragen von HORIZONT-Chefredakteur Uwe Vorkötter
Renate Künast und Tobias Schmid (li.) stellen sich den Fragen von HORIZONT-Chefredakteur Uwe Vorkötter (Bild: Alexander Hassenstein / Getty Images)
Es war eine interessante Debatte, die eher vom Konsens und weniger vom harten Schlagabtausch geprägt war. Künast verwahrte sich dabei gegen die Strategien von Staatssekretär Gerd Billen, wenigstens die Werbung von Produkten zu verbieten, wenn man schon nicht die Waren verbieten könne. "Ich hätte meine Mitarbeiter aus dem Büro gejagt, wenn sie mit solchen Ideen gekommen wären", sagte Künast.
„Ich hätte meine Mitarbeiter aus dem Büro gejagt, wenn sie mit solchen Ideen gekommen wären.“
Renate Künast
Der Politikerin waren am Vormittag drei Botschaften wichtig: Zum einen die Trennung von Werbung und Information. Hier müssten alle Beteiligten zu neuen Denkweisen kommen. Zum anderen richtetet sie eine klare Forderung an Agenturen und Unternehmen: "Werbung muss die Wahrheit sagen".
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Bild: dfv

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Soll heißen: Bilder mit freilaufenden Hühnern auf Verpackungen und in Werbespots sind irreführend, wenn diese in Wahrheit in engen Käfigen leben. Oder Süßigkeiten, die als leckeres Frühstück getarnt werden. "Was früher der Tabak war, ist heute der Zucker", erklärte die Politikerin. Vor allem Kinder müssten in der Werbung besonders geschützt werden. Künast gehen hier die Selbstverpflichtungen der Industrie nicht weit genug. Sie plädiert zudem erneut für die Einführung einer Lebensmittelampel und einer besseren Aufklärung in der Schule, welche Lebensmittel gesund und welche ungesund sind.
„Was früher der Tabak war, ist heute der Zucker.“
Renate Künast
Vor allem letzteres begrüßt Tobias Schmid. "Es ist falsch, soziale Missstände mit Werbeverboten zu bekämpfen", erklärt der Bereichsleiter Medienpolitik RTL. Für den Manager wird mit Werbeverboten das Problem von der falschen Seite angegangen. "Die Politik setzt hier auf den Placeboeffekt". Statt beispielsweise für mehr Bildung und eine bessere Ernährung in Schulen und Kindergärten zu sorgen, werde das Problem einfach verlagert. Gleichzeitig erstaunt ihn, dass die Politik wie etwa beim Kleinanlegerschutzgesetz anfängt, Menschen nach Verbraucherzielgruppen zu unterscheiden - in gut und weniger gut gebildete. Schmid hält solche Ansätze für völlig falsch und plädiert für mehr Offenheit. "Der Konsument kann Werbung einordnen." mir

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