Deutsche Bahn Navigator-App erfährt Relaunch / Neue Service Community startet Anfang Juli

Donnerstag, 02. Juli 2015
Mit 19 Millionen Mal Downloads gehört der DB Navigator zu den erfolgreichsten deutschen Apps
Mit 19 Millionen Mal Downloads gehört der DB Navigator zu den erfolgreichsten deutschen Apps
Foto: DB/Shutterstock/Tatiana Kostenko
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DB Deutsche Bahn Mathias Hüske


Die Deutsche Bahn übt sich dieser Tage in interessanten Zahlenspielen: 2,3 Millionen Tickets wurden allein im Frühjahr 2015 über mobile Kanäle gebucht, in DIN A4 ausgedruckt und aneinander gereiht bedeutet dies eine Strecke von 683 Kilometern - die Luftlinie von München nach Paris. Die Spielereien bestärken den DB-Vertrieb Personenverkehr in seiner Mobile-First-Strategie. Dafür hat das Team nun seine App DB Navigator relauncht und eine Social-Community-Plattform ins Leben gerufen.

"Der Relaunch des DB Navigators ist in diesem Jahr eines unserer absoluten Schlüsselthemen", sagt Mathias Hüske, Chef des Onlinevertriebs und der Vertriebssysteme bei der DB. Neu sind Design, Software und Nutzerführung. Im Zentrum steht die neue Funktion "Meine Reise", mit der Bahnfahrer alle relevanten Informationen auf einen Blick erhalten - dazu gehört auch eine Kartendarstellung, ein Thema, das bislang stiefmütterlich behandelt wurde. Außerdem ist es nun möglich, auch regionale Angebote wie Länder-Tickets oder Schönes-Wochenende-Tickets direkt in der App zu buchen.

Mathias Hüske, Chef des DB-Onlinevertriebs
Mathias Hüske, Chef des DB-Onlinevertriebs (Bild: Deutsche Bahn)
"Es ging beim Relaunch des DB Navigators nicht um spektakuläres Design, sondern um eine einfache und gute Verwendbarkeit", sagt Hüske. Beworben wird der Relaunch nicht, man befinde sich in der komfortablen Situation, für den DB Navigator keine Werbung schalten zu müssen. Mit dem Neustart der App ist die vorerst höchste Evolutionsstufe der Mobile-Anwendung erreicht, die bereits im Jahr 2000 als WAP-Auskunft an den Start gegangen ist und 2006 als DB Railnavigator auf Java-Basis schon Standards setzte, lange bevor Apple die erste iPhone-Generation launchte. Die letzte größere Änderung gab es 2014, als die Apps DB Tickets und DB Navigator zusammengelegt wurden. Rund 19 Millionen Mal wurde die App bislang heruntergeladen - die DB befindet sich zurzeit im Tracking-Ausbau. Mittlerweile erfolgen etwa 60 Prozent der Zugriffe auf die Fahrplanauskunft über mobile Endgeräte, der Großteil davon über die App. Bei der Deutschen Bahn ist man stolz, den Mobile-Trend früh erkannt zu haben. Vor wenigen Wochen startete eine erste App für Wearables. "Es war uns wichtig, gleich zum Verkaufsstart der Apple Watch mit einer eigenen Anwendung dabei zu sein", betont Hüske. Im Laufe des Jahres sollen Apps für Android-Uhren folgen.
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Darüber hinaus startet die Deutsche Bahn in wenigen Tagen ihre neue Service Community. Man hat erkannt, wie wichtig den Kunden das Thema Dialog ist, auch über Facebook und Twitter hinaus. Integriert wird die neue Plattform zunächst in das Content-Angebot Inside Bahn. Bei der Service Community gehe es bewusst nicht um Kritik, sondern um Verständnisfragen, erläutert Hüske. Während Facebook kein klassischer Frage-Antwort-Kanal sei, soll der neue Dienst als Nachschlageplattform dienen. Dabei sollen bewusst auch andere Kunden zu Antwortgebern werden, ein Prinzip, das von Plattformen wie "Telekom hilft" und Gutefrage.net bekannt ist. Betreut wird die Community vom Social-Media-Team der Bahn. fam
Pünktlich zum Verkaufsstart der Apple Watch startete auch die DB-App
Pünktlich zum Verkaufsstart der Apple Watch startete auch die DB-App (Bild: Deutsche Bahn)

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