Der gläserne Verbraucher Apple plant stimmungsabhängige Werbung

Freitag, 24. Januar 2014
Apple will Konsumenten individueller ansprechen
Apple will Konsumenten individueller ansprechen

Apple sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Die Kultmarke will zum einen offenbar noch in diesem Jahr zwei iPhones mit größeren Displays auf den Markt bringen. Zum anderen will das Unternehmen künftig Werbung ausspielen, die zur Stimmung der Konsumenten passt. Soll heißen: Schokoladenwerbung beispielsweise als Antidepressiva, wenn jemand schlechte Laune hat. Ein bisschen gruselig klingt das schon, was das US-Patentamt da veröffentlicht. Demnach plant Apple eines Tages stimmungsabhängige Anzeigen an Konsumenten auszuliefern. Wie das gehen soll? Die Technik soll helfen, die Gefühlslage der Anwender zu erfassen. Dazu sollen etwa Pulsschlag, Blutdruck, Adrenalinspiegel, Schweißaustritt und auch der Gesichtsausdruck erfasst werden.

Wie Apple an die Daten und Informationen kommen will? Das wird nicht weiter kommuniziert. Aber tragbare Computer wie die iWatch und Fitness Tracker, Features wie Facetime, Apps oder die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken liefern Daten, die Apple wohl erfassen und zusammenführen will. Ansätze, die auch die Telemedizin verfolgt, etwa bei der Überwachung von Herzkranken durch tragbare Geräte. Damit das funktioniert, will Apple Basiswerte anlegen, die dann immer wieder mit der aktuellen Stimmungslage verglichen werden. Als Beispiel nennt der Antrag laut Apple Insider Männer zwischen 19 und 24 Jahren, die in Nordkalifornien oder New York City leben und gerade glücklich sind. Den Antrag hatten bereits 2012 die Apple-Mitarbeiter Michael Froimowitz Greenzeiger, Ravindra Phulari und Mehul K. Sanghavi eingereicht.

Ob das Patent wirklich zu konkreten Produkten führt, ist offen. Aber um es umsetzen zu können, braucht es nicht nur die technische Plattformen und die Zustimmung der User. Es braucht vor allem dann einen anderen Datenschutz. Oder vielleicht auch gar keinen mehr. mir
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