Deloitte-Studie Ein Leben ohne Smartphone gibt es nicht mehr

Montag, 04. Januar 2016
Smartphones wie das iPhone werden für die Nutzer immer mehr zum Multimedia-Hub
Smartphones wie das iPhone werden für die Nutzer immer mehr zum Multimedia-Hub
Foto: Apple
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Apples Preisaufschlag für iPhones und iPads wird daran nichts ändern: Smart Devices erobern weiter den Alltag. Hierzulande nutzen mittlerweile drei Viertel der Bevölkerung Smartphones. Ein Plus von 7 Prozent wie  eine Studie von Deloitte zeigt.
Morgen abend wird in Las Vegas die Unterhaltungselektronikmesse CES eröffnet. Im Vorfeld hat jetzt Deloitte eine Studie veröffentlicht, die vor allem eines zeigt: der Trend zum mobilen Endgerät ist nach wie vor ungebrochen. Das ist zum Jahresstart nicht unbedingt eine Nachricht, die  verblüfft. Erstaunlich ist höchstens, dass der erste Griff zum Smartphone spätestens 15 Minuten nach dem Aufwachen erfolgt - und das unabhängig vom Alter. So besitzt bei den unter 35-Jährigen mittlerweile fast jeder ein Smartphone, bei den Rentnern sind es 56 Prozent. Die Mehrheit der unter 35-Jährigen schaut über 25 Mal auf das Gerät, Renter greifen bis zu zehn Mal zu iPhone und Co. Aber auch hier gibt es bereits Heavy User, die über 25 Mal am Tag ihre Geräte nutzen.

Wichtig für die Kommunikationsbranche sind dabei vor allem drei Entwicklungen. Fast 50 Prozent der Befragten nutzen auf den mobilen Alleskönnern Youtube, Netflix, Zattoo und Co. Ein Drittel hört mit den Geräten Musik über Streamingangebote und Online-Radio. "Smartphones und Tablets entwickeln sich zum zentralen Device im Unterhaltungsbereich. Sie übernehmen mehr und mehr die Funktion als Entertainment-Hub – Streaming-Dienste für Musik, Filme und Spiele verstärken diesen Trend weiter", sagt Klaus Böhm, Director und Media Leader bei Deloitte.
Frank-Peter Lortz
Bild: Zenith Optimedia

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Für die Branche muss das nicht unbedingt von Nachteil sein, findet der Experte. "Anbieter von Consumer Electronics und Content können diese Entwicklung durch Multiroom-Systeme und Service-Abos für sich nutzen." Hinzu kommt eine dritte Erkenntnis: Das Schreiben von Texten und kurzen Nachrichten spielt eine große Rolle. Nur noch etwas über 60 Prozent der Studienteilnehmer telefonieren regelmäßig mit ihren Smartphones. SMS und Mobile Instant Messaging kommen fast auf die gleichen Werte - wobei die Messenger in den vergangenen beiden Jahren um über 130 Prozent gewachsen sind.

Für Klaus Böhm bedeutet das zweierlei: "Für Technologieanbieter heißt das, entsprechende Bandbreiten und Peripherielösungen bereitzustellen. Im gleichen Zuge sind Medien gefragt, geeigneten Content und passende Formate zu entwickeln." mir
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