Deloitte Stimmung im deutschen Sportbusiness verbessert sich deutlich

Donnerstag, 17. Juli 2014
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Die Wachstumsaussichten in der deutschen Sportbranche stehen gut: Der "Deutsche Sportmarkting Index" (DSMI, den die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte gemeinsam mit dem Institut für Sportmanagement und Sportmedizin der Hochschule Koblenz herausgibt, zeigt ein gegenüber der Vorjahr deutlich verbessertes Stimmungsbild.
So habe der DSMI um rund 1,5 Prozent auf 101,3 Punkte zugelegt und liege damit über dem Referenzniveau von 2006. Für die Studie haben die Herausgeber rund 150 Branchenexperten zu ihren Markteinschätzungen für die deutsche Sportbranche befragt. "Unsere Detailanalysen der wichtigsten Erlöskategorien des kommerziellen Sports zeigen, dass die positive DSMI-Entwicklung insbesondere auf den Merchandisingpotenzialen basiert", sagt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sportbusiness-Gruppe bei Deloitte. "Dies deckt sich mit unseren Projekterfahrungen, wonach die Clubs und Ligen zunehmend Wert auf zielgruppenspezifische Angebote legen sowie bereits vereinzelt ihre Internationalisierung vorantreiben."

Neue Vermarktungsmöglichkeiten und damit weitere Erlöspotenziale liegen für die befragten Experten im Bereich Sponsoring- und Medienrechte, während bei Ticketing und Hospitality die Grenzen des Wachstums erreicht zu sein scheinen. Besonders die Fußball-Bundesliga sowie die Beko Basketball Bundesliga können in der Saison 2014/15 aufgrund neuer Medienverträge mit hohen Wachstumsraten rechnen. Die Vereine der Fußball-Bundesliga profitieren dabei von dem seit der vergangenen Saison gültigen TV-Vertrag, die Basketballer werden durch den kürzlich geschlossenen Vertrag mit der Deutschen Telekom eine höhere Live-Präsenz bekommen.

Abgesehen von Fußball und Basketball können auch Beachvolleyball, Golf, Tennis und Marathon/Triathlon mit Wachstum rechnen, wobei die Prognosen für Beachvolleyball am positivsten ausfallen: Nahezu die Hälfte der Befragten (45 Prozent) erwartet dort in den kommenden drei Jahren ein Wachstum. "Spätestens nach den Erfolgen bei den Olympischen Sommerspielen 2012 und dem sympathischen Auftreten der Protagonisten hat Beachvolleyball sein Image als reine Trendsportart abgelegt und spricht eine zunehmend breitere Zielgruppe an", sagt Professor Dirk Mazurkiewicz vom ISS der Hochschule Koblenz. ire
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