Deloitte-Ranking Real Madrid bleibt Umsatz-König / Bayern München auf Rang 5

Freitag, 22. Januar 2016
Insgesamt steigerten die Top-20-Clubs 2014/15 ihre Umsätze um etwa 8 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro - Rekord
Insgesamt steigerten die Top-20-Clubs 2014/15 ihre Umsätze um etwa 8 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro - Rekord
Foto: HORIZONT

Die dritte deutsche Meisterschaft in Folge konnte dem FC Bayern München in der Saison 2014/15 keinen neuen Rekordumsatz bescheren. Laut 19. Ausgabe der "Football Money League" von Deloitte gingen die Umsätze des deutschen Rekordmeisters leicht auf 474 Millionen Euro (ohne Transfererlöse) zurück. Die Münchner müssen sich in diesem Jahr mit Platz 5 unter den umsatzstärksten Fußballclubs der Welt begnügen. Dennoch können sie auf den zweithöchsten Gesamtumsatz in ihrer Clubgeschichte zurückblicken.

Wie auch im Vorjahr ist der spanische Rekordmeister Real Madrid an der Spitze des Rankings, in diesem Jahr mit einem Umsatz von 577 Millionen Euro. Der spanische Club blieb dabei aber mit einem Umsatzanstieg von fünf Prozent leicht hinter dem Niveau des Vorjahres (+ 6 Prozent) zurück. Der FC Barcelona, amtierender Champions-League-Sieger, konnte derweil zu seinem Erzfeind aus der Hauptstadt Boden gut machen und seinen Umsatz in der vergangenen Saison um satte 16 Prozent steigern. Erstmals in der Geschichte des Rankings haben die Katalanen somit die magische Grenze von 500 Millionen Euro überschritten. Zusammen mit dem Drittplatzierten Manchester United erreichen die Top-3-Clubs erstmalig jeweils die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro.

Aus deutscher Sicht kommt nach den Bayern erst einmal eine Weile nichts: Erst auf Platz 11 und 13 finden sich Borussia Dortmund und der FC Schalke 04. Zwar haben diese beiden Clubs mit 280,6 und 219,7 Millionen Euro jeweils Rekorderlöse erzielt, die verfeindeten Clubs bleiben aber im Vergleich zu Vereinen mit potenten Geldgebern wie Paris St. Germain, Manchester City und Chelsea eher blass.

Die umsatzstärksten Fußballclubs (in Mio. Euro)

ClubUmsatz 2014/15Umsatz 2013/14
Real Madrid577549,5
FC Barcelona560,8484,8
Manchester United519,5518
Paris Saint-Germain480,8471,3
FC Bayern München474487,5
Manchester City463,5416,5
Arsenal435,5359,3
Chelsea420387,9
Liverpool391,8305,9
Juventus Turin323,9279
Borussia Dortmund280,6261,5
Tottenham Hotspur257,5215,5
FC Schalke 04219,7214
AC Mailand199,1249,7
Atlético Madrid187,1169,9
AS Rom180,4127,4
Newcastle United169,3155,1
Everton165,1144,1
Inter Mailand164,8162,8
West Ham United160,9139,3
Quelle: (Deloitte)

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Der leichte Umsatzrückgang – bei gleichzeitigem Rekordgewinn – des FC Bayern München lässt sich auf den Wegfall des UEFA Supercups und der FIFA Club-Weltmeisterschaft im Vergleich zur Vorsaison zurückführen," erklärt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte, das aktualisierte Ranking. Wachstumstreiber der deutschen Clubs blieben weiterhin die traditionell starken kommerziellen Erlöse, auch wenn die Clubs der anderen "Big Five"-Ligen in diesem Bereich zum Teil aufholen konnten.

Bei den Erlöszuwächsen der Premier-League-Clubs sei laut Deloitte allerdings der gestiegene Wechselkurs zu berücksichtigen, der zu einer etwa zehnprozentigen Aufwertung zugunsten der englischen Clubs geführt habe. Zudem ist mit West Ham United ein neuer Vertreter hinzugekommen, sodass die englische Liga nun mit neun Vereinen (im Gegensatz zu acht im Vorjahr) am stärksten vertreten ist. 
Dagegen ist Paris Saint-Germain auf Platz vier der einzige französische Vertreter in den Top 20, welcher besonders von seinen starken Werbeerlösen profitiert. Summa summarum steigerten alle Top-20-Vereine den Umsatz um etwa 8 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro - Rekord.

Die 19. Ausgabe der "Football Money League" basiert auf Umsatzinformationen im Geschäftsjahr 2014/15 (oder in einzelnen Fällen im zuletzt verfügbaren Kalenderjahr), die laut Deloitte den veröffentlichten Jahresabschlüssen und weiteren verlässlichen Quellen entnommen sind. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben ohne Steuern und Erlöse aus Spielertransfers. ron

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