Deliveroo Delivery-Startup sichert sich 275 Millionen Dollar

Freitag, 05. August 2016
Frische Geld-Lieferung für Deliveroo
Frische Geld-Lieferung für Deliveroo
Foto: Screenshot Youtube Deliveroo Ireland
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Lieferdienst Bridgepoint Capital Will Shu


Der Lieferdienst Deliveroo bekommt frisches Geld geliefert. In einer sogenannten Series-E-Finanzierungsrunde sicherte sich das Unternehmen Kapital in Höhe von 275 Millionen Dollar. Mit dem Geld sollen nun vor allem neue Services aufgebaut und sogenannte "Pionier-Projekte" entwickelt werden.

Das Geldpaket kommt in erster Linie von der Private Equity-Gesellschaft Bridgepoint, dem bestehenden Investor DTS Global, Greenoaks Capital sowie General Catalyst. Seit der Series-D-Finanzierungsrunde im vergangenen November, bei der 100 Millionen Dollar gesammelt wurden, sei Deliveroo um mehr als 400 Prozent gewachsen und in einigen seiner etablierten Märkte bereits profitabel. Inzwischen bietet das Delivery-Startup seinen Service in 84 Städten in 12 Ländern an und arbeitet mit über 16.000 Restaurants und mit mehr als 20.000 Fahrern zusammen.

Das frische Kapital werde Deliveroo nutzen, um seinen Service an neuen sowie bereits bestehenden Standorten auszubauen. Ebenso möchte das Unternehmen weiter in die Entwicklung von Pionier-Projekten wie "RooBox" investieren. Die Roobox, eine Art Restaurantküche, ermöglicht Restaurantbetreibern den Zugang zu weiteren wichtigen Standorten und beschleunigt somit die geografische Erweiterung ihres Liefergebiets.

"Nachdem wir in den Märkten, die wir im vergangenen November betreten haben, stark gewachsen sind, legen wir unseren Fokus nun darauf, Innovationen im Bereich Food Delivery voranzutreiben", sagt Will Shu, Gründer und CEO von Deliveroo. "Ein besonderer Reiz besteht für mich darin, ganz neue Lösungen für die größten Herausforderungen zu finden, mit denen Restaurants bei der Essenslieferung konfrontiert sind – die Roobox steht hier exemplarisch für unsere Herangehensweise."

Deliveroo liefert sich im Kampf der Premiumlieferdienste einen harten Konkurrenzkampf mit dem Rocket-Startup Foodora - vor allem wenn es um Werbung geht. Die zwei größten Anbieter in diesem Segment sind die Unternehmensgruppen Delivery Hero, hierzulande vor allem mit Lieferheld und Pizza.de präsent, sowie Takeaway mit der Marke Lieferando. Diese beiden Player teilen einen Großteil des Marktes untereinander auf. Darüber hinaus gibt es einige kleinere, lokale Anbieter. Foodora und Deliveroo zielen auf Restaurants mit hochwertigen Speisen und bieten nicht nur eine Plattform für den Bestellvorgang, sondern stellen auch selbst die Lieferlogistik. ron

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