Death Wish Coffee Wie es ein 11-köpfiges Kleinunternehmen zum Super Bowl geschafft hat

Freitag, 05. Februar 2016
Das 11-köpfige Unternehmen Death Wish Coffee hat einen 5 Millionen Dollar teuren Werbeslot beim Super Bowl gewonnen
Das 11-köpfige Unternehmen Death Wish Coffee hat einen 5 Millionen Dollar teuren Werbeslot beim Super Bowl gewonnen
Foto: Screenshot Youtube

Der kommende Sonntag wird für die elf Mitarbeiter von Death Wish Coffee ein ganz besonderer. Denn das Kaffee-Startup ist das einzige Kleinunternehmen, das sich in einem Wettbewerb gegen 15.000 Mitstreiter durchgesetzt und einen 30-Sekunden-Slot in den Werbeblöcken beim Super Bowl ergattert hat.
Im Juni 2015 war es, als der amerikanische Softwarehersteller Intuit die Aktion "Small Business Big Game" startete, bei der sich Kleinunternehmen zum zweiten Mal nach 2014 für den begehrten Werbeslot bewerben konnten. 15.000 Firmen machten mit, unter denen 10 von einer Intuit-Jury auf die Shortlist gewählt wurden. Ein Publikumsvoting brachte dann im September den großen Gewinner hervor: Death Wish Coffee.
Fünf Monate später steht der Spot, den das 2012 gegründete Startup aus New York gemeinsam mit der Kreativagentur RPA ausarbeitete. Zu sehen ist ein Piratenschiff im wütenden Sturm auf hoher See, während der Kapitän eine flammende Ansprache an seine Mannschaft hält - und den bevorstehenden Tod feiert. Am Ende des Commercials wird klar: Die Szene ist nur eine Metapher für den Genuss des schwarzen Kaffees von Death Wish Coffee, der aus Robusta-Bohnen hergestellt wird und 200 Prozent mehr Koffein als gewöhnlicher Arabica-Kaffee enthält. Das Commercial wird beim "Big Game" zwischen den Denver Broncos und den Carolina Panthers während des dritten Quarters zu sehen sein und ist das einzige, das von einem Kleinunternehmen kommt. Und es scheint bereits jetzt so, als habe sich der Gewinn für die junge Marke, die ihr hauptsächliches Geschäft online macht, gelohnt: In den Tagen seit der Veröffentlichung auf Youtube wurde der Spot schon mehr als 2,2 Millionen Mal angeklickt. Zudem sind bei Death Wish Coffee in diesem Zeitraum laut Gründer Mike Brown rund 22 Mal so viele Bestellungen eingegangen als üblich.
Für das Unternehmen ist es bereits der zweite große Anlauf in der breiten Öffentlichkeit: 2013 wurde es in der TV-Show "Good Morning America" gefeatured, konnte dem Kundenansturm danach nicht standhalten und musste den Verbrauchern teilweise ihr Geld zurückerstatten. Dieses Mal sind die elf Mitarbeiter von Death Wish Coffee ganz sicher besser vorbereitet. tt
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