David Ortiz' Obama-Selfie Samsung wird zum Wiederholungstäter

Donnerstag, 03. April 2014
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Sie haben es schon wieder getan: Nach dem viel beachteten Oscar-Selfie von Ellen DeGeneres sorgt Samsung einmal mehr mit einem prominent besetzten Selbstportät für Aufmerksamkeit. Diesmal hat sich der Baseball-Profi David Ortiz gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama in Szene gesetzt - und das Gerät seines Werbepartners Samsung gleich mit.


Laut "Washington Post" sei die zunächst spontan anmutende Aktion von Samsung vorbereitet worden, ohne dass Obama etwas davon gewusst habe. "Sie hörten dass er das weiße Haus besuchen würde und als sie das mitbekamen, haben sie einen Plan mit David ausgearbeitet", zitiert die Zeitung eine Samsung-Sprecherin. Ortiz, der bei den Boston Red Sox spielt und bei den Fans als "Big Papi" bekannt ist, hatte erst Anfang der Woche einen Werbevertrag mit Samsung Mobile unterschrieben. Und so überrascht es nicht, dass das Unternehmen auf dem Twitter-Account seiner US-Mobile-Sparte das Foto stolz retweetete - und als promoted Post durch den Twitter-Feed schickt. Ortiz selbst bestritt gegenüber dem "Boston Globe" allerdings, das Bild zu Promotion-Zwecken aufgenommen zu haben.

So oder so: Der PR-Effekt für Samsung ist einmal mehr gigantisch. Denn neben dem Selfie, der bislang über 40.000 Retweets einsammelte, machen natürlich auch Fotos die Runde, wie Ortiz sein Samsung Galaxy Note 3 hochhält, um das Foto zu schießen. Es handelt sich dabei übrigens um das gleiche Gerät, dass auch Ellen De Generes bei den Oscars verwendete. In den USA sorgen sich nun Marketingfachleute darum, ob man den Präsidenten ohne dessen Wissen zu Guerilla-Marketing-Zwecken einspannen darf. Zwar mische Obama - der der Regierungschef mit den meisten Twitter-Followern weltweit ist - in den sozialen Medien selbst gerne mit und das sei auch richtig so, sagt etwa Dan Hill, Chef der Beratungsfirma Ervin Hill Strategy in Washington. "Aber das Amt gebietet eine gewisse Ehrfurcht, und deswegen würde ich keinem Kunden raten, diesen Weg zu gehen."

In der Tat sieht Obama nun ein wenig bedröppelt aus. Denn nun wird er selbst zu einem Teil von etwas, das er vor Kurzem noch einen "ziemlich billigen Stunt" nannte. Mit diesen Worten beschrieb Obama Ellen DeGeneres' Oscar-Selfie, als er ihrer Sendung zugeschaltet war, um seine Gesundheitsversorgung Obamacare zu promoten. ire
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