Datendrosselung Verbraucherschützer klagen gegen Telekom

Dienstag, 09. Juli 2013
Auch die "Digitale Gesellschaft" läuft mit Anzeigen gegen die Drosselung Sturm
Auch die "Digitale Gesellschaft" läuft mit Anzeigen gegen die Drosselung Sturm


Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat Klage gegen die Deutsche Telekom eingereicht. Das berichtet der "Focus" in seiner aktuellen Ausgabe. Grund sind die im Mai bekannt gewordenen Pläne des Telekommunikationskonzerns, das Datenvolumen von Internetverbindungen zu beschränken. Ursprünglich hatten die Bonner vor, das Tempo voraussichtlich ab 2016 auf 384 Kilobit pro Sekunde zu drosseln, wenn die Menge von 75 Gigabyte im Monat überschritten ist. Nach heftigen Protesten, auch aus der Politik, hat die Telekom das Tempolimit zwischenzeitlich zwei Megabit pro Sekunde hochgeschraubt.

Den Verbraucherschützen reicht dies jedoch nicht aus. Das Unternehmen könne sich schließlich wieder umentscheiden, argumentiert ein Sprecher gegenüber dem "Focus". Man wolle daher "ein Grundsatzurteil, das dem Verbraucher Sicherheit verschafft". Dazu hat die Verbraucherzentrale NRW Klage beim Landgericht Köln eingereicht und fordert nun eine generelle Unterlassungserklärung.

Auch das Bundeskartellamt beschäftigt sich bereits mit den Plänen der "Drosselkom", die ihre eigenen Angebote wie Entertain von der Drosselung ausnehmen will. Es könnte sein, dass Konkurrenten benachteiligt werden. pap
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