Danke, 2016. Du warst schräg So grüßt Spotify seine Nutzer zum Jahresende

Montag, 28. November 2016
Spotify erhöht den Werbedruck
Spotify erhöht den Werbedruck
Foto: Spotify
Themenseiten zu diesem Artikel:

Spotify Apple Amazon Mats Hummels Streaming TLGG


Um Spotify ist es etwas ruhig geworden. Während in den Werbeblöcken zuletzt vor allem die Wettbewerber Deezer und Apple Music für Aufmerksamkeit sorgten, beherrschte Amazon mit dem Launch von Amazon Music Unlimited die Schlagzeilen. Jetzt meldet sich Spotify mit einer Kampagne zurück - und überrascht seine Nutzer zum Jahresende teils mit individuellen Botschaften. 
"Lieber User in Berlin, der eine 10-stündige Playlist namens Kneipenliebe erstellt hat - Immer mit der Ruhe", steht in großen Lettern auf einem der Werbemotive, mit denen Spotify in den kommenden Wochen angesichts der zunehmenden Konkurrenz seine Nutzer bei der Stange halten will. Das Motiv ist nur eines von vielen, mit denen Spotify die Musikvorlieben einzelner Nutzer ins Rampenlicht rückt.
  • 44246.jpeg
    (Bild: Spotify)
  • 44247.jpeg
    (Bild: Spotify)
  • 44248.jpeg
    (Bild: Spotify)
  • 44249.jpeg
    (Bild: Spotify)
  • 44250.jpeg
    (Bild: Spotify)
Ein weiterer anonymer Nutzer aus Berlin, der sich am Valentinstag geschlagene fünf Stunden lang die Playlist "Melancholie" angehört hat, wird ebenfalls auf einem Motiv verewigt und mit einer persönlichen Botschaft angesprochen ("Geht's dir gut?") - genau wie ein anderer, der sich am heißesten Tag des Jahres den Song "Cold Water" 28 Mal zu Gemüte geführt hat ("Wir hoffen, es hat geholfen"). Auch wenn Spotify nur in Berlin auf den Musikgeschmack einzelner eingeht (in den anderen 11 Städten dreht sich die Kampagne um die musikalischen Highlights des Jahres 2016): Mit der "persönlichen" Ansprache seiner Nutzer gelingt es Spotify, einen gänzlich anderen Ton als die Wettbewerber anzuschlagen. Auch wenn sich die Kampagnen von Deezer und Apple in der Machart deutlich unterscheiden - während Deezer mit seiner Agentur Dojo eher auf skurrile Spots mit Ohrwurm-Garantie setzt, vertraut Apple Music mit Mats Hummels aktuell eher auf den Promi-Effekt - , so steht hier doch das breite Angebot von Musiktiteln und Playlisten klar im Mittelpunkt der Kommunikation. Da sich die Streaming-Anbieter bei der Anzahl der verfügbaren Titel inzwischen allerdings kaum noch unterscheiden, könnte es Spotify durchaus gelingen, sich mit der auf lokalen Hörgewohnheiten basierenden persönlicheren Ansprache vom Wettbewerb abzuheben. 

Amazon will mit Music Unlimited Branchenprimus Spotify angreifen
Bild: Amazon

Mehr zum Thema

Musikstreaming Was Amazons Angriff für Spotify und Co bedeutet

Die Kampagne startet am heutigen Montag in Deutschland und 13 weiteren Märkten weltweit. Neben den Plakatmotiven, die die Mediaagentur Crossmedia bis Ende Dezember in elf deutschen Städten schaltet, kommen Printanzeigen und TV-Spots auf reichweitenstarken Sendern zum Einsatz. Diese Werbefilme werden auch im Netz und Mobile gestreut. Zudem ist Spotify auf Facebook, Twitter und Instagram präsent.

Entwickelt wurde die Kampagne inhouse von Spotify in den USA. Für die Lokalisierung und deutschlandweite Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten unter der Leitung des deutschen Teams ist Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) verantwortlich. mas
Meist gelesen
stats