"Da wurde ich wohl aufs Kreuz gelegt" Badshop Reuter veräppelt Tebartz-van-Elst

Mittwoch, 16. Oktober 2013
So wirbt Reuter.de in der "Bild"
So wirbt Reuter.de in der "Bild"
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Badshop Jung von Matt Bischofssitz Europa Ryanair


In der Affäre um den als "Protz-Bischof" oder "Prassprediger" kritisierten Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van-Elst war dies sicher einer der am meisten diskutierten Punkte: Zum Inventar des neuen Bischofssitzes soll eine Designer-Badewanne für 15.000 Euro gehören. Der Online-Badshop Reuter.de greift dieses Detail nun für ein ganzseitiges Werbemotiv in der "Bild" auf. Die Kreation stammt von Jung von Matt/365. "15.000 Euro für eine Wanne - da wurde ich wohl aufs Kreuz gelegt", lässt das Unternehmen sein unfreiwilliges Testimonial auf der Anzeige sagen. Gleichzeitig bietet sich Reuter.de als günstige Alternative zu teuren Bädern an: "Es geht auch anders. Kaufen Sie Ihr Bad lieber günstig bei Reuter" heißt es in den Sublines am Fuß des Motivs. Dieses taucht auch auf der Homepage von Reuter auf - und leitet den Besucher zu den Badewannen-Angeboten aus.

Man wolle mit dem Bischof-Motiv keine religiösen Gefühle verletzen, wie Reuter auf Anfrage mitteilt. "Aber wir finden: Besonders aus den Fehlern von Autoritäten sollte man lernen. Schon in der Vergangenheit hat Reuter, einer der größten Fachund Onlinehändler für Bad- und Wohnkultur in Europa, auf Missstände nicht zuletzt in der eigenen Branche aufmerksam gemacht", heißt es im Statement des Unternehmens.

Die explodierenden Kosten für den Limburger Bischofssitz, die mittlerweile bei gut 31 Millionen Euro liegen sowie ein drohender Strafbefehl wegen Falschaussage und ein reumütiger Flug in der Holzklasse bei Ryanair bringen Tebartz-van-Elst auch im Netz reichlich Spott und Häme ein. Viralstes Spaßobjekt dabei dürfte mittlerweile der fiktive Lego-Bausatz der Limburger Residenz sein:

ire
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