DLD 2015 Wieso der CTO auch zum Consumer Technology Officer werden muss

Montag, 19. Januar 2015
Telefónica-Deutschland-Chef Thorsten Dirks
Telefónica-Deutschland-Chef Thorsten Dirks

Die fortschreitende Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen, sondern auch die Kunden - und damit die Ansprüche an ein erfolgreiches Marketing. Neben den veränderten Wünschen der Konsumenten müssten sich die Marketer aber auch ein neues Verständis für Technik aneignen, fordert der ehemalige CEO der "Huffington Post", Eric Hippeau, bei der DLD-Konferenz 2015 in München.
Er beobachte vermehrt, dass Marketingchefs heute einen technischen Hintergrund haben, so Hippeau, derzeit Partner des Start-up-Investors Lerer Hippeau Ventures: "Das ist sinnvoll, denn Marketing ist heutzutage eng mit Technologie verknüpft." Das Thema Daten hält er dabei für absolut essentiell: "Big Data ist wie Elektrizität: Es ist da, wir müssen nur herausfinden, wie wir es nutzen", so Hippeau.
„Big Data ist wie Elektrizität: Es ist da, wir müssen nur herausfinden, wie wir es nutzen.“
Eric Hippeau
Der US-Amerikaner fodert, dass der CTO kein reiner Chief Technology Officer bleiben darf, sondern zum "Consumer Technology Officer" mutieren muss - weil der Kunde bei aller Datenflut stets im Mittelpunkt stehe. Eine Erfahrung, die auch deutsche Manager bestätigen. "Die Kunden wollen mit uns kommunizieren - und das fast in Echtzeit", sagt Telefónica-Deutschland-Chef Thorsten Dirks. Der PoS würde sich dabei immer mehr zu einen "Point of emotion" entwickeln. Auch Allianz-Vorstand Christof Maschner registriert die Transformation und bezeichnet diesen Wandel als "riesige Chance". Rob Tarkoff, CEO von Lithium, gibt jedoch zu bedenken, dass die digitale Transformation auch in den Unternehmen ankommen müsse. Zwar fielen die Entscheidungen in der Führungsebene, "aber der Spirit muss auch auf dem mittleren Level ankommen". Das Risiko einer schlechten Entscheidung sei dabei immer besser als das Leergewicht einer Nicht-Entscheidung. fam
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