DFBgate Sponsoren verlangen Aufklärung der Sommermärchen-Affäre

Dienstag, 27. Oktober 2015
Die Allianz fordert als einer der DFB-Partner Aufklärung
Die Allianz fordert als einer der DFB-Partner Aufklärung
Foto: Allianz

Auch Sponsoren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fordern in der Sommermärchen-Affäre um womöglich schwarze Kassen bei der WM 2006 nun lückenlose Aufklärung.
"Über die derzeitigen Vorwürfe bezüglich der WM-Vergabe 2006 haben wir mit den DFB-Verantwortlichen gesprochen", sagte Ulrike Strauß, Sprecherin des Versicherungskonzerns Allianz (München) der "Sport Bild" (Mittwochausgabe). "Wir gehen davon aus, dass der DFB die Vorwürfe lückenlos aufklären wird." Im Zentrum der Affäre steht eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro, die laut Darstellung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach an die Finanzkommission der FIFA gegangen sein soll. Durch diese soll das Organisationskomitee eine Unterstützung in Höhe von 170 Millionen Euro erhalten haben. Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach von einer "schwarzen Kasse". Den im Raum stehenden Vorwurf eines Stimmenkaufs wies der DFB mehrfach zurück.

Auch beim Chemie-Konzern Henkel (Düsseldorf) werden die Vorwürfe genau beobachtet. "Wir verfolgen die aktuelle Berichterstattung rund um die Vergabe der WM 2006 sehr aufmerksam", sagte Henkel-Sprecher Lars Witteck dem Sportmagazin. "Wir vertrauen darauf, dass der DFB die Vorwürfe, die in diesem Zusammenhang erhoben werden, vollständig aufklären wird." Ähnlich regierte die Lufthansa (Köln) und teilte mit: "Wir warten die Ergebnisse ab und werden abhängig davon die Situation bewerten."
Halten sich die Treue: Daimler-Vorstand Dieter Zetsche (l.) und DFB-Präsident Theo Zwanziger
Bild: DFB

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Zuerst hatte der "Spiegel" am 16. Oktober über den ominösen Geldfluss berichtet. Dem Bericht zufolge soll der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im Jahre 2002 die Zahlung der 6,7 Millionen Euro an die Fifa ermöglicht haben. Adidas, Generalausrüster des DFB, gab nach Erscheinen des Artikels auf Anfrage von HORIZONT Online folgendes Statement ab: "Uns ist von einer derartigen Zahlung von Robert Louis-Dreyfus nichts bekannt. Wir können ausschließen, dass es sich um einen Geschäftsvorgang der adidas AG (damals adidas-Salomon AG) handelt." dpa/ire
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