DFB-Sponsor Commerzbank will "lautstark" zur Europameisterschaft werben

Dienstag, 24. Mai 2016
Die Commerzbank bleibt bis 2018 an der Seite von Jogis Jungs
Die Commerzbank bleibt bis 2018 an der Seite von Jogis Jungs
Foto: Commerzbank

Die Commerzbank setzt auf Kontinuität und Veränderung: Das Frankfurter Kredithaus verlängert seine Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis 2018, gleichzeitig verkündet Privatkundenvorstand Michael Mandel ein neues Filialkonzept - und einen Shift im Marketing.
Die Verlängerung mit dem DFB war zu erwarten: Die Commerzbank profitiert von dem seit 2008 bestehenden Sponsoring, das Maßnahmen mit der Herren- und Damen-Nationalmannschaft sowie allen Junioren-Nationalmannschaften ermöglicht, eigenen Angaben zufolge in besonderem Maße: Es führe zu mehr Sichtbarkeit, Sympathie und Vertrauen für die Bank und ihre Produkte, heißt es in einer Mitteilung der Commerzbank. Allein die DFB-Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft 2014 habe der Bank 80.000 neue Kunden gebracht. Diesen Effekt will das Unternehmen nun bis mindestens Ende 2018 nutzen, so lange läuft der soeben verlängerte Vertrag. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. "Die DFB-Premium-Partnerschaft ist eine der attraktivsten Sponsorships in Deutschland. Fußball besitzt eine große emotionale und integrative Kraft. Die Partnerschaft ist ein wichtiger Baustein zur weiteren Stärkung unserer Marke", so Commerzbank-Chef Martin Zielke.

Große Veränderungen plant hingegen Privatkundenvorstand Michael Mandel: Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kündigte er an, die Kampagne der Commerzbank zur Fußball-Europameisterschaft (Kreation: Thjnk) werde "lautstark" sein und die verschiedenen Kanäle zum Kunden - Filiale, Online, Telefon – miteinander verzahnen. "So haben wir noch nie Marketing gemacht", wird Mandel von der Zeitung zitiert.
Auf Nachfrage von HORIZONT Online konkretisiert ein Commerzbank-Sprecher, dass damit nicht die nun schon lange angewendete Kampagnen-Mechanik (Testimonials mit Hoodies, getragene Hintergrund-Musik) gemeint ist, sondern vielmehr die Vernetzung der einzelnen Maßnahmen. Die an den verschiedenen Touchpoints gewonnenen Daten sollen besser verknüpft und so zur Neukundengewinnung genutzt werden, so der Sprecher. Damit will man Streuverluste vermeiden.

Zum neuen Kurs im Privatkundengeschäft sollen auch Veränderungen im Filialnetz gehören. In den vergangenen Monaten wurden bereits Flagship-Stors in den Ballungsräumen Berlin und Stuttgart getestet. Diese seien sehr gut angekommen, so Mandel, besonders die dort ausliegenden iPads und die offene Raumstruktur. Die Besucherzahl dort sei doppelt so hoch wie zuvor. Perspektivisch könnten bis zu 100 dieser neuartigen Commerzbank-Filialen eröffnet werden. ire
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