DDB / Adam&Eve Warum Telekom-Testimonial Clara Heins für Apple auf Entdeckungstour geht

Donnerstag, 20. Juli 2017
Clara Heins entdeckt mit Apple die geheimen Ecken Berlins
Clara Heins entdeckt mit Apple die geheimen Ecken Berlins
© Deutsche Telekom

Bei seinen Werbekampagnen geht Apple seit einigen Jahren immer öfter Partnerschaften ein. Doch der neue Auftritt der Deutschen Telekom hat eine besondere Qualität: Beworben wird ein Paket, das eine zentrale Rolle in der Geschäftsstrategie beider Partner spielt. Es geht um das Thema Musik-Streaming und die Konkurrenz zwischen Apple Music und Spotify.
Der TV-Spot aus der Kreation von DDB Hamburg und Adam & Eve DDB London kommt gewohnt atmosphärisch daher: Clara Heins geht mit ihrer WG auf große Entdeckungsreise, um die kleinen Geheimnisse des Alltags zu entdecken. Im Berliner Spreepark feiern sie auf einer geheimen Party mit und schließen neue Freundschaften. Ihre selbstbewusste Ansage am Ende des kleinen Telekom-Sommermärchens: "Es gibt nichts mehr zu entdecken? Das glauben wir nicht."
Vodafone Red+ Kids
Bild: Vodafone

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Gemeint sind damit allerdings weniger touristische Geheimtipps, sondern die Musiklisten von Apple Music, das Teil des mit dem Spot beworbenen Sonderangebots ist: Telekom-Kunden können ab sofort ein iPhone 7 mit Beats-X-Kopfhörern und sechs Monaten Apple Music zum Vorzugspreis kaufen. Die Telekom hatte schon im November 2016 mit Mats Hummels ein Apple-Aktionspaket beworben. Damals ging es allerdings nur um ein sechsmonatiges kostenloses Probe-Abo für Apple Music.

Für Apple verbindet sich mit dem aktuellen Angebot erneut die Hoffnung, den Abstand zu Streaming-Marktführer Spotify verkürzen zu können. Apple Music war ursprünglich in der Hoffnung gegründet worden, sich schnell als Marktführer im Streaming-Markt zu etablieren und damit wieder an die alte Download-Ära anzuknüpfen, als Apple noch unbestritten der wichtigste Player bei der digitalen Musikvermarktung war. Diese Erwartungen haben sich bis heute nicht erfüllt: Apple Music konnte sich zwar eine große Kundenbasis erobern, aber gleichzeitig ist es auch Spotify gelungen, seine Abonnentenzahlen deutlich zu steigern.

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Bild: Deutsche Telekom

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Das will Eddy Cue, Chef des Geschäftsbereichs Service bei Apple, in den nächsten Jahren verändern. Bis 2020 soll sich der nicht Hardware-gebundene Umsatz auf 50 Milliarden US-Dollar vergrößern. Apple Music, das derzeit nur 10 Prozent des Service-Umsatzes beisteuert wäre ein naheliegender Wachstumkandidat. Zum Vergleich: Das traditionelle Download-Geschäft bei Apple iTunes liefert auch heute noch 22 Prozent.

Da trifft es sich gut, dass die Telekom mit dem Launch ihres Stream-On-Music-Tarifs ebenfalls aggressiv auf das Thema Streaming als Wettbewerbsargument setzt. Teil des Angebots ist derzeit Apple Music, allerdings nicht Spotify. Ein Angebot, das ein kostenloses halbes Jahr Apple Music umfasst, stärkt faktisch die Attraktivität von Stream On insgesamt. Umgekehrt kann Apple darauf hoffen, dass die Neu-Abonnenten sich längst an die Besonderheiten der Musikplattform gewöhnt haben, wenn sie den Zeitpunkt der Umwandlung in ein kostenpflichtiges Angebot erreichen. cam
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