Coca-Cola Online-Magazin "Journey" feiert Zweijähriges / Kommunikationschef im Interview

Montag, 11. Mai 2015
Patrick Kammerer ist seit 2012 Director Public Affairs and Communications
Patrick Kammerer ist seit 2012 Director Public Affairs and Communications
Foto: Coca-Cola

Seit 2013 gehört die traditionelle Unternehmenswebsite bei Coca-Cola der Vergangenheit an, die USA und Deutschland waren die ersten Länder, die mit dem Online-Magazin "Coca-Cola Journey" auf eine Content-Lösung setzten. Im Interview mit HORIZONT spricht Patrick Kammerer, Director Public Affairs and Communications bei Coca-Cola Deutschland, über die Auflösung altbekannter Grenzen und die Vorreiterrolle seines Arbeitgebers.

Patrick Kammerer über ...

... die Strategie hinter "Journey":

"Mit der alten Corporate Website haben wir wie von einer Bühne  heruntergepredigt. Das war nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen fanden wir es wichtig, auf Augenhöhe und im Dialog zu kommunizieren. Dank unseres Social-Media-Monitorings wussten wir ja, dass die Leute Lust hatten, sich mit unseren Inhalten zu beschäftigen. Dieser ganze Prozess fand global statt. Deutschland war aber nach den USA das erste Land, das sich getraut hat, dieses Online-Magazin umzusetzen."

... die Entscheidungskompetenz von Coca-Cola Deutschland:

"Man glaubt offenbar häufig, Coca-Cola als globales Unternehmen sei sehr zentralisiert und es gäbe eine Top-down-Implementierung bei allem. Aber das stimmt nicht. Wir haben viel Freiheit - sowohl in Bezug auf unsere Kommunikationsstrategien als auch auf die Marketingpläne."

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... den Stellenwert von Public Affairs und Marketing bei Coca-Cola Deutschland:

"Wir sind das Ergänzungsstück zur Marketingkommunikation. Mit 'Journey' haben wir einen weiteren Schritt gemacht, die alte Abgrenzung zwischen Marketing und Unternehmenskommunikation aufzugeben. Wir müssen das, was im Marketing passiert, für 'Journey' reflektieren. Und umgekehrt müssen die Botschaften, die die Kollegen im Marketing entwerfen, in Kenntnis dessen gefasst werden, was wir in der Unternehmenskommunikation, in sozialen Netzwerken und im Online-Magazin machen."

... den Themenmix im Online-Magazin:

"Der Themenmix ist eine bewusste Entscheidung, auch gestärkt vom Feedback unserer Leserinnen und Leser. Es braucht dabei nicht immer einen direkten Bezug zu Coca-Cola. Zum Beispiel haben wir sehr erfolgreiche Stücke zu den Themen Reisen, Film und Musik gemacht. Oder auch zum Thema Kochen. Sie glauben nicht, wie viele Menschen Coca-Cola oder Fanta als Zutaten verwenden."
Vor vier Jahren stellte der Getränkeriese im Rahmen der Content-Strategie 2020 die Pläne für sein Online-Magazin "Journey"  vor. 2013 ging das Projekt in den USA und in Deutschland an den Start. Von Beginn an auch an der globalen Entwicklung mitgearbeitet hat Hermin Charlotte Bartelheimer, Head of Digital Communications and Engagement. Das deutsche Redaktionsteam umfasst acht Journalisten und Blogger, die bislang mehr als 500 Texte veröffentlicht haben.
Vor vier Jahren stellte der Getränkeriese im Rahmen der Content-Strategie 2020 die Pläne für sein Online-Magazin "Journey" vor. 2013 ging das Projekt in den USA und in Deutschland an den Start. Von Beginn an auch an der globalen Entwicklung mitgearbeitet hat Hermin Charlotte Bartelheimer, Head of Digital Communications and Engagement. Das deutsche Redaktionsteam umfasst acht Journalisten und Blogger, die bislang mehr als 500 Texte veröffentlicht haben. (Bild: Coca-Cola)

... die Bilanz von "Journey":

"Mittlerweile kommen 48 Prozent unserer Zugriffe über Mobile, vor einem Jahr waren es noch 17 Prozent. Der Traffic über Google ist innerhalb des letzten Jahres um zwei Drittel gestiegen. Die Quote derjenigen, die nach dem ersten Artikel weiterlesen, liegt bei mehr als 70 Prozent - für eine Corporate Website ist das ein sehr guter Wert. Und die Verweildauer pro Text beträgt knapp drei Minuten. Das passt gut, denn wir konzipieren die Geschichten so, dass sie etwa so lang sind, wie man braucht, um eine Coke zu trinken. Deshalb sind die Artikel auch selten länger als 500 Wörter." fam
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