Coca-Cola Mexikos Verbraucherschützer können über TV-Spot nicht lachen

Dienstag, 03. September 2013
-
-
Themenseiten zu diesem Artikel:

Mexiko Verbraucherschützer Coca-Cola Kalorie BMBF


Ein Lachen steckt an, weil es glücklich macht. Normalerweise. Für Mexikos Verbraucherschützer hingegen wird es zum Stein des Anstoßes. In seiner neuesten Kampagne wirbt Coca-Cola nämlich damit, dass man mit Lachen 149 Kalorien pro Tag verbrennen kann. Soviel wie in einer Cola-Dose stecken. Verbraucherschützer halten solche Aussagen jedoch für irreführend und fordern nun sogar Strafen. Es ist kein Geheimnis, dass reichlich Zucker in dem weltweit begehrten Süßgetränk steckt. Auch in Mexiko erfreut sich Coca-Cola größter Beliebtheit. Wer viel Zucker konsumiert, wird aber auch dick und krank. Das bekommen nun auch die Mexikaner zu spüren: Rund zehn Prozent der Bürger leiden mittlerweile unter Diabetes. Das mexikanische Bildungsministerium hat jüngst sogar gefordert, an Schulen keine zuckerhaltigen Softdrinks mehr anzubieten.

Für den amerikanischen Softdrink-Riesen sind dies keine neuen Probleme: Längst hat Coca-Cola den politischen und gesellschaftlichen Druck erkannt und mit weltweiten Kampagnen darauf reagiert. Mal ernst, mal humoristisch wird darin die Kaloriendebatte zum Thema gemacht. Mit Humor hat es Coca-Cola auch in Mexiko versucht: In dem halbminütigen Fernsehspot zeigt das US-Unternehmen, wie man die 149 Kalorien einer Cola-Dose verbrennen kann: tanzend, mit dem Hund spazierend oder aber lachend.

Ein Versuch, der in Mexiko nach hinten gegangen zu sein scheint. Verbraucherschutz-Organisationen bezweifeln den angepriesenen Diäteffekt durch Lachen. Wie die Nachrichtenagentur Pressetext berichtet, fordern sie nun sogar, Strafen gegen Coca-Cola zu verhängen. hor
Meist gelesen
stats