Coca-Cola Facebook-Werbung bringt mehr als TV - zumindest in Frankreich

Mittwoch, 12. März 2014
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Der Dauer-Diskussion über die Wirkung von Online-Werbung im Allgemeinen, Werbung auf Facebook im Besonderen bereichert Coca-Cola mit einem interessanten Praxisbeispiel aus Frankreich, wie AdAge berichtet. Tenor: Facebook-Werbung kann besser funktionieren als TV-Werbung. Der konkrete Fall bezieht sich auf die Reaktivierung der Coke-Eisbären Anfang 2013. Im Mittelpunkt der Kampagne stand ein 6-Minütiges Online-Video von Star-Regisseur Ridley Scott, das für den TV-Einsatz zu einem 30-Sekünder verkürzt wurde. Gleichzeitig schaltete der Brause-Gigant auf Facebook Display-Anzeigen, die auf das Online- Video verlinkt waren.

Das Ergebnis - veröffentlicht wurde das Ergebnis von Facebook, Coca-Cola hat die Zahlen aber bestätigt - fällt für TV laut AdAge reichlich ernüchternd aus: Sheryl Sandberg, Chief Operation Officer von Facebook, zufolge jedenfalls brachte jeder Euro, den Coke in die Werbung auf dem sozialen Netzwerk investierte, 2,74 Euro Zusatzgeschäft - 3,6 Mal besser als der Return on Invest bei den TV-Spendings. 27 Prozent der zusätzlichen Umsätze wurden über Facebook-Werbung erzielt - bei nur 2 Prozent der Werbeausgaben, so die Berechnung des Marktforschungsunternehmens Kantar Worldpanel.

Trotz der für überraschenden Ergebnisse wird Coke, wenig verwunderlich, weiterhin an TV-Werbung festhalten, zitiert AdAge aus einem Mail von Manuel Berquet, Marketing Direktor von Coca-Cola Frankreich: "TV ist nicht vorbei, es bleibt ein zentrales Medium, um Awareness und Verkäufe anzukurbeln." Zu ROI-Zahlen äußert sich Coca-Cola Deutschland nicht. Nur soviel verrät Michael Willeke, Director Marketing Communications: "Mit der diesjährigen Coca-Cola Winterkampagne haben wir erneut unseren Anteil an digitalem Content deutlich erhöht. Wir erzielen mit diesen Maßnahmen ein großes Consumer Engagement, während wir TV vorrangig als reichweitenstarkes Medium zur Bildung von Awareness einsetzen." vs

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