Chrysler Wie der US-Autobauer gegen die Konkurrenz aus Deutschland wettert

Montag, 03. November 2014
Chrysler amüsiert sich über das hochgelobte "German Engineering"
Chrysler amüsiert sich über das hochgelobte "German Engineering"
Foto: Youtube/Chrysler

Die deutsche Industrie wuchert im internationalen Marketing gerne mit der Kraft des "German Engineering" - ganz besonders gilt das für die Autobauer, die weltweit zu den Marktführern zählen und sich in ihrer Kommunikation häufig auch entsprechend selbstbewusst präsentieren. Zum Ungemach des US-Konzerns Chrysler, der aktuell ganz ungeniert gegen die ausländische Konkurrenz schießt.
Konkret arbeitet sich Chysler in zwei Werbespots an den deutschen Autobauer ab - mit Hilfe eines deutschen Sprechers und englischen Untertiteln. "So großartige Autos werden nur in Deutschland gebaut", heißt es im ersten Film aus dem Off. Dreimal wiederholt der Sprecher diesen Satz, um dann festzustellen: "Ach verdammt. Ich habe es dreimal gesagt und es ist immer noch nicht wahr." Im zweiten Commercial bekommen die angeblich weltweit unerreichten deutschen Autobahnen auf ähnliche Weise ihr Fett weg.
Im Abspann heißt es dazu noch "Importiert aus Amerika" - rums. Übrigens attackiert Chrysler mit seiner Kampagne "America's Import" auch die Konkurrenz aus Japan. Analog zu den ersten beiden Spots philosophiert hier ein japanischer Sprecher über Innovation und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge - um festzustellen, dass es sich gar nicht um Autos aus dem Land der aufgehenden Sonne handelt.
Die freche Kampagne stammt aus der Feder von Wieden + Kennedy in Portland und entstand unter den Kreativdirektoren Aaron Allen, Kevin Jones und Michael Tabtabai. Produziert hat die 30-sekündigen Spots die Firma Reset, Regie führte Andrew Douglas. fam
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