Christof Baron im Video-Interview "Man darf Digital mittlerweile kritisieren, ohne an die Wand gestellt zu werden"

Mittwoch, 22. November 2017
Christof Baron beim Bewegtbild-Gipfel
Christof Baron beim Bewegtbild-Gipfel
© Alexander Grimm / Getty Images

Mit dem Schlagwort der "digitalen Besoffenheit", gefallen in einem HORIZONT-Interview vor gut einem Jahr, hat Media-Profi Christof Baron ein mittlerweile geflügeltes Wort geschaffen. Was hat sich seitdem verändert? Auf dem HORIZONT Bewegtbild-Gipfel in Düsseldorf hat Baron Bilanz gezogen: "Positiv ist anzumerken, dass kritisch über das Thema digital gesprochen werden darf, was eine zeitlang überhaupt nicht möglich war, ohne gleich an die Wand gestellt zu werden", so der globale Media-Chef von Sanofi im Video-Interview mit HORIZONT Online und Turi2.tv.
Durch die von ihm angestoßene Debatte sei deutlich geworden, dass im Digitalen "viel Unsinn" geschehen sei und dass viel Geld investiert wurde, ohne dass sich der gewünschte Erfolg eingestellt hätte. Marc Pritchard, der weltweite Marketingchef von Procter & Gamble, habe dies ebenfalls gemerkt - allerdings ohne sich Barons Begriff zu eigen zu machen. Dennoch habe Pritchards Kritik am Zustand der Digital-Werbung ebenfalls für ein Umdenken gesorgt. Inzwischen befasse man sich tiefer mit diesen Themen, um sie besser zu verstehen, so Baron. Dass Marketer genauer hinschauen, könne aber kaum etwas daran ändern, dass Google, Amazon und Facebook mittlerweile die Spielregeln im Online-Bereich bestimmen, glaubt Baron - dazu sei der Datenschatz der Web-Giganten zu groß. "Letztlich gibt es nur noch politische oder steuertechnische Hebel." ire
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