Cause Marketing Wie dm und Rewe mit Nachhaltigkeit und sozialem Engagement werben

Montag, 24. August 2015
DM sammelt zusammen mit Unilver alte Deodosen
DM sammelt zusammen mit Unilver alte Deodosen
Foto: DM
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Rewe Unilever Procter & Gamble Nachhaltigkeit


Sommerzeit bedeutet auch für das Marketing Sommerloch-Gefahr: Rewe und dm nutzen die ruhigere Zeit des Jahres, um in Markenpartnerschaften mit Procter & Gamble und Unilever mit Cause-Marketing die Verbraucher in die Filialen zu locken. Der Ansatz funktioniert bei der P&G-Marke Pampers schon seit Jahren und zeigt, dass in der nicht immer von Harmonie geprägten Beziehung von Handel und Hersteller auch Mehrwert-stiftende Marketing-Initiativen möglich sind.

Partnerschaftlich wollen dm und  Unilever die Verbraucher für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative "R’cycle!" werden aus abgegebenen leeren Deodosen bis April 2016 800 Kinderfahrräder hergestellt. Die 24 Zoll-Räder werden anschließend an verschiedene lokale soziale Einrichtungen in ganz Deutschland gespendet. Ziel ist, die motorischen Fähigkeiten der Kinder zu fördern. "Mit der Initiative möchten wir in erster Linie auf das Thema ‚Wertstoffe wertschätzen’ aufmerksam machen. Es ist uns ein Anliegen, das Bewusstsein für Ressourcenschonung zu fördern und Recycling exemplarisch erlebbar zu machen." erklärt Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung. Unilever fungiert hier zwar nur als Finanzierungspartner für die Herstellung der Fahrräder, kann sich auf diese Art aber eine verstärkte Markenpräsenz in den dm-Filialen besetzen. Zudem unterstützt der Konzern damit seine internen Nachhaltigkeitsziele an einem für das eigene Sortiment relevanten Thema. Als Hersteller großer Körperpflege-Marken betrifft das effektive Recycling von Deo-Dosen unmittelbar.

Weiterer positiver Nebeneffekt: Mit dieser Initiative kann Unilever die Kommunikation rund um seine 2014 gelaunchten "Compressed Deosprays" verlängern. Ein zentrales Ziel dieser Abfülltechnik war ja bei gleichem Inhalt deutlich weniger Verpackungsmüll zu produzieren.
Mit den Kauf von P&G Produkten unterstützen die Kunden die Kampagne
Mit den Kauf von P&G Produkten unterstützen die Kunden die Kampagne (Bild: Rewe)
Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble sowie die Handelsgruppe Rewe wollen gemeinsam mit der Kindernothilfe den Bau und Unterhalt eines Kinderschutzhauses in Bangladesch realisieren. Die beiden Unternehmen wollen die Aktion vor Ort insgesamt drei Jahre lang begleiten. Mit jedem Kauf eines Produkts aus dem Sortiment von P&G leisten die Kunden eine Spende von 0,01 Euro. So soll eine Spendensumme von insgesamt einer Million Euro zusammenkommen.

Nachhaltiges Handeln sei fest in den Unternehmenswerten von P&G verankert. Franz-Olaf Kallerhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung von Procter & Gamble in Deutschland, Österreich und Schweiz, erläutert: „Wir nehmen die Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung sehr ernst und engagieren uns dort, wo es sinnvoll und tatsächlich nötig ist.“ Ziel der Unternehmen ist es, den Menschen langfristig zu helfen und bisher schutzlosen Straßenkindern eine neue, feste Heimat bieten zu können. Klar ist allerdings auch, dass die Aktion den P&G-Produkten in den Rewe-Regalen noch einmal zusätzlich Glanz verleihen soll. Denn bei einem Spendenanteil von 1 Cent je verkauftem Produkt ist die Aktion erst nach 100 Millionen verkauften Produkten erfolgreich beendet. Entsprechend lange dürfte auch die begleitende Werbung zu sehen sein.

Das Konzept der Spenden scheint erfolgreich

P&G unterstützt bereits seit 2006 mit seiner Marke Pampers das weltweite Impfprogramm von Unicef. Mit der Aktion „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ sind so bis heute 3 Millionen Impfdosen finanziert worden. Auch Rewe engagiert sich in nachhaltigen Initiativen seit vielen Jahren für hilfsbedürftige Menschen auf der ganzen Welt. Die Kampagne „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Vordergrund des Unternehmens. Bei Dm steht das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls schon länger im Fokus. Bereits seit einigen Jahren sind alle Märkte mit einer Recyclingstation für Verpackungsmaterialien, ausgediente Batterien und Energiesparlampen ausgestattet.
Die Unternehmen bewerben die Projekte durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen. Neben Instore- und OOH-Werbung sowie Aktionen auf den Webseiten und Konsumentenplattformen gibt es Social-Media-Maßnahmen auf Facebook und Twitter. DM setzt zusätzlich auf einen erklärenden Videospot der Agentur Neue Bewegung. Für die POS-Materialien war die Agentur Dokyo und für den Online-Auftritt Weitclick zuständig, neben der Kreativagentur Grey Shopper setzten P&G und Rewe auf die Agenturen Brandzeichen und Cocomore. hor

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