Call of Duty Weshalb Activision Kevin Spacey in die Werbeschlacht schickt

Freitag, 07. November 2014
In "Call of Duty: Advanced Warfare" ist Kevin Spacey der Star
In "Call of Duty: Advanced Warfare" ist Kevin Spacey der Star
Foto: Activision

Nach einer monatelangen Wartezeit hat nun der Verkauf der neuesten Folge von Activisions Blockbuster-Spielehit "Call of Duty" begonnen und die Branche wartet mit Spannung auf die ersten Verkaufszahlen. Denn während Experten davon ausgehen, dass sich bei "Advanced Warfare" der Abwärtstrend seines Vorgängers "Ghosts" fortsetzen wird, glaubt Activision, den Negativtrend wieder drehen zu können. Um den Erfolg sicherzustellen, hat der Spieleentwickler in eine Launchkampagne der Extraklasse investiert.
Seit Monaten machen Activision und seine Agenturen AKQA und Ant Farm die Fans mit hochwertigen Videocontent heiß, der die Spezialeffekte des Spieles illustriert. Doch der beste Spezialeffekt von "Call of Duty: Advanced Warfare" ist wohl der Schauspieler Kevin Spacey, der nicht nur den obersten Bösewicht im Spiel mimt, sondern auch eine prominente Rolle in der TV-Kampagne hat. Spacey war es, der mit einem Audioclip im Mai im Internet den ersten Teaser für die Geschichte der neuen "Call of Duty"-Folge lieferte.
Allein schon, dass er für das Spiel als zynischer CEO des Söldner-Unternehmens Atlas gecastet wurde, ist für Activision ein Coup: In der Rolle des Jonathan Irons kann er nahtlos Bezüge zu seiner aktuellen Paradefigur, dem zynischen Kongresspolitiker Francis Underwood, herstellen. Im Haupt-Werbetrailer "Power changes everything" schickt der Spieleentwickler zwei weitere Hollywood-Talente in die Schlacht: Taylor Kitsch, bekannt aus der Serie "True Detective" und Emily Ratajkowski aus dem aktulellen Film "Gone Girl".

In der Prelaunch-Phase heizte Activision das Fan-Interesse zudem mit weiteren viralen Aktivierungsmaßnahmen an. Auf Instagram konnten die Fans in einem Social Game erste Erfahrungen mit der neuen Spielwelt sammeln. Gleichzeitig gab der Publisher beim Medien-Unternehmen Vice den Dokumentarfilm "Super Power for Hire" über die Maschenschaften realer Söldnerfirmen in Auftrag. Anders als reguläre Untenrehmen kann Activision die mittlerweile übliche Online-Anbindung der Spiele nutzen, um die virale Dynamik zu verstärken. Denn für das Spiel registrierte Spieler können Punkte für Boni im Spiel verdienen, wenn sie Inhalte der Kampagne weiterverbreiten.

Das breite Publikum bekam die Kampagne allerdings erst Ende Oktober zu sehen, als die TV-Kampagne zum Verkaufstart begann. Wie viel Activision konkret in die Kampagne investiert hat, will das Unternehmen nicht kommentieren. Doch Schätzungen gehen davon aus, dass in das weltweite Marketing des Spiels, das seinen Publisher seit Jahren Milliardenumsätze garantiert,  mehrere 100 Millionen US-Dollar fließen. Dabei nicht mit einberechnet ist das zusätzliche Mediavolumen, das durch die Cross-Promotion der Konsolenhersteller zum Verkaufsstart entsteht. cam
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