Burger King Warum ein aktiver Vulkan beim Angriest Whopper nicht fehlen durfte

Montag, 04. April 2016
Im Vulkan Pacaya fand Burger King die Flamme für seinen heißesten Burger
Im Vulkan Pacaya fand Burger King die Flamme für seinen heißesten Burger
Foto: Burger King

In der Werbeflut von McDonald's drohte die Nummer 2 im deutschen Markt zuletzt etwas unterzugehen. Doch jetzt kann Burger King mit dem Angriest Whopper wieder ein brandheißes Thema präsentieren. Die Variante des Burger-Klassikers sticht nicht nur durch ihre intensive rote Farbe heraus, sondern bietet über reichlich Chili in den Zutaten auch den Gaumen der Burger-Fans ein besonderers Geschmackserlebnis. Entsprechend aufwendig ist die begleitende Werbekampagne.
Den werblichen Aufschlag liefert eine von Burger Kings US-Agentur David entwickelte Kampagne, die illustrieren soll, wie das Feuer seinen Weg in den Angriest Whopper fand. Dazu lud Burger King den Vulkan-Spezialisten und Moderator der TV-Show "Angry Planet" George Kourounis zum aktiven Vulkan Pacaya nach Guatemala ein, um für vier Markenfans aus Deutschland, Großbritannien, Spanien und Brasilien die Glut für das Feuer zu entnehmen, über dem das Beef des Angriest Whopper gegrillt werden sollte. Die vier Burger-King-Fans mussten die Flamme im Stil des olympischen Feuers über mehrere Wochen durch Mittel- und Südamerika transportieren, bis sie schließlich in einem brasilianischen Burger-King-Lokal die Flamme für den ersten Angriest Whopper entzünden konnten. Der Film ist in einer Teaser-Version sowie als Vollversion auf dem Burger King YouTube-Kanal zu sehen.
Parallel ruft Burger King seine Gäste und Fans in einer groß angelegten Social-Media-Kampagne #LebScharfStattBrav auf der Facebook Fanpage und in den Restaurants dazu auf, mehr Schärfe in ihr Leben zu bringen. Im TV ist der Angriest Whopper mit einem eigens kreierten Spot ab dem 5. April 2016 auf allen reichweitenstarken Kanälen zu sehen. In der Burger-King-App ist der Angriest Whopper mit einem eigenen Spiel präsent. Im Interview mit HORIZONT verrät Hedwig Hartmann, Senior Manager Marketing bei Burger King Deutschland, wie die Aktion zur Gesamtstrategie der Marke passt.

Hedi Hartmann, Senior Marketing Manager Burger King Deutschland
Hedi Hartmann, Senior Marketing Manager Burger King Deutschland (Bild: Burger King)
Zu Halloween gab es ein schwarzes Brötchen, jetzt folgt der Angriest Whopper mit einem roten Brötchen. Lässt sich mit solchen Gimmick-Aktionen tatsächlich Umsatz machen? Unsere Gäste lieben Abwechslung im Menü und deshalb sind wir immer auf der Suche nach spannenden neuen Ideen, mit denen wir sie überraschen können. Das kann dann auf ein Premiumprodukt herauslaufen, wie der King Angus zum Anfang des Jahres oder auf ein Produkt wie der Halloween-Whopper, der auf ein bestimmtes Thema maßgeschneidert ist. Der Angriest Whopper ist so ein maßgeschneidertes Qualitätsprodukt, denn wir wissen, dass Schärfe gerade für unsere Burger-Fans ein relevantes Thema ist.

Aber der Angriest Whopper ist nicht nur ein Geschmacksthema. Aus Marketingsicht dürfte Sie auch das Storypotenzial des Produkts reizen. Unser roter Whopper inspiriert als außergewöhnliche Erfahrung tatsächlich zu schönen Geschichten. Wir beobachten durchaus, dass so mancher Kunde den Burger auch als Mutprobe für seine Zunge sieht und diese Haltung wollen wir auch mit unserem Kampagnenmotto „Leb scharf statt brav“ vermitteln.

Im Wettbewerb mit McDonald’s fällt auf, dass Sie zum Angriest Whopper erstmals aus der Kampagnenstruktur ausbrechen, die Sie nun schon seit mehr als einem Jahr durchhalten: Menschen, die im Restaurant sitzen und gerade das beworbene Produkt essen. Nutzen Sie die aktuelle Aktion, um auch bei Ihrem Marketing nachzuwürzen? Wir schauen bei unserem Marketing immer, an welchen Stellschrauben wir nachjustieren können und wie sich die Erwartungen der Menschen verändert haben. Aber dabei müssen wir ein gesundes Verhältnis finden zwischen originellen Aktionen, die Aufmerksamkeit erzeugen, und konsistenter Produktwerbung, die die Kunden in die Restaurants bringt.


Man würde allerdings denken, dass die aktuelle Konjunktur der Premium-Burger für Ihre Marke eine Steilvorlage sein sollte. Dass Burger immer beliebter werden, ist für uns natürlich sehr schön. Denn schließlich tragen wir den Burger schon im Namen. Indem wir frisch grillen und schon immer die Möglichkeit angeboten haben, den eigenen Burger zu individualisieren, sind wir für diesen Trend optimal aufgestellt. Allerdings kann die Antwort auch nicht sein, sich nur auf Premium-Burger zu konzentrieren. Deshalb bieten wir für jeden Geschmack und auch für jeden Geldbeutel etwas an.

Sie investieren derzeit auch stark in einen anderen Trend: den Liefermarkt für Fast Food. Wie weit taugt dieses Thema zur Wettbewerbsdifferenzierung? Dieser Trend ist nicht aufzuhalten und wird von unseren Gästen mittlerweile auch erwartet. Wir sind hier mit der ersten Resonanz sehr zufrieden. Allerdings liegt die entscheidende Herausforderung darin, dass der Kunde bei einer Lieferung das gleiche Produkterlebnis hat wie in einem unserer Restaurants. Deshalb haben wir unseren Lieferradius auch auf eine maximale Fahrzeit von acht Minuten beschränkt. cam
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