Burger King Franchisenehmer Yildiz tritt als Geschäftsführer ab - bleibt aber Gesellschafter

Dienstag, 06. Mai 2014
Yi-Ko-Boss Yildiz in der RTL-Reportage (Bild: RTL Interactive)
Yi-Ko-Boss Yildiz in der RTL-Reportage (Bild: RTL Interactive)


Es klingt zunächst wie ein Königsopfer, ist aber doch nur halbherzig. Nach dem RTL-Bericht über die skandalösen Lebensmittel- und Hygienebedingungen bei Burger King bewegt der Fastfoodriese seinen Franchisenehmer zu personellen Konsequenzen. Gemeinsam mit der Yi-Ko-Holding habe man sich darauf verständigt, dass der umstrittene Ergün Yildiz mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer zurücktritt. Das verkündet der Konzern via Facebook. Yildiz bleibt allerdings Gesellschafter.
Neue Geschäftsführerin vom Burger Kings größtem Franchisenehmer in Deutschland wird Nicole Gottschalk. Die erfahrene Systemgastronomin ist aktuell als Direktorin Franchise Operations für die Betreuung aller Franchisenehmer von Burger King im deutschsprachigen Raum verantwortlich - sitzt bislang also auf der anderen Seite. Mit ihr installiert die Burger King Beteiligungs GmbH also ein Eigengewächs beim Franchisenehmer Yi-Ko. Auf Franchisenehmer-Seite muss sie zeigen, was ihr bei Burger King offenbar nicht so gut gelang: den größten Partner, der in Deutschland über 90 Filialen betreibt, in den Griff zu kriegen. Zudem soll in Kürze ein neuer kaufmännischer Leiter eingestellt werden.

Zumindest der Facebook-Gemeinde gehen die Konsequenzen nicht weit genug, sie sprechen von "Augenwischerei" und einem Yildiz als Gesellschafter, der "im Hintergrund weiterhin die Fäden zieht". Burger King weist die Vorwürfe zurück und begründet das mit einer besseren Kontrolle: "Wir haben uns darauf verständigt, dass alle Entscheidungen, die die Yi-Ko jetzt mit Blick auf das operative Geschäft, auf Mitarbeitertrainings und Arbeitsbedingungen trifft, vor ihrer Umsetzung durch Burger King überprüft und freigegeben werden müssen. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Team den Neustart erfolgreich meistern wird." mh
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