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FC Bayern vs. Borussia Dortmund: Der Abstand wird geringer
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Bundesliga Performance Check Der Vorsprung von Bayern München schmilzt

FC Bayern vs. Borussia Dortmund: Der Abstand wird geringer
Der FC Bayern München steht auch im 16. Jahr des HORIZONT Bundesliga-Performance-Checks mit insgesamt 956 Punkten (von möglichen 1050) auf Platz 1 – allerdings verliert der Rekordmeister im Vergleich zum Vorjahr 26 Punkte. Auch wenn der langjährige Zweitplatzierte Borussia Dortmund einen Verlust von 14 Punkten auf 930 Punkte hinnehmen muss: Der Abstand zur Nummer 1 verringert sich damit trotzdem auf 26 Punkte. Im Vorjahr lagen die Bayern noch 38 Zähler vor der Konkurrenz aus dem Westen.
von Bettina Sonnenschein, Donnerstag, 10. August 2017
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    Möglicherweise basiert der Grund des insgesamt schlechteren Abschneidens der Bayern auf den fehlenden internationalen sportlichen Erfolgen, die die Juroren vermissen. So vergeben sie dieses Jahr in der Kategorie Teamperspektive nur 142 von möglichen 150 Punkten an die Münchner – 2016 lag der Wert bei 148.

    Bayern München und Borussia Dortmund bleiben das Maß aller Dinge
    Bayern München und Borussia Dortmund bleiben das Maß aller Dinge (© HORIZONT)
    Philipp Hasenbein, Managing Director Lagardère Sports, fasst es so zusammen: "Die vergangene Saison hat gezeigt, dass die Bundesliga insgesamt stärker und der Konkurrenzkampf innerhalb der Liga größer geworden ist: RB Leipzig drängt sich in den Zweikampf 'FC Bayern versus Borussia Dortmund', dahinter haben sich Vereine wie Köln, Hoffenheim und Hertha BSC stark weiterentwickelt und üben großen Druck auf die etablierten Clubs aus."

    Das Prozedere:

    Seit dem Jahr 2001 unterzieht HORIZONT jedes Jahr die Vereine der Fußball-Bundesliga einem Performance-Check zum Saisonauftakt. Eine Expertenrunde aus15 Entscheidern aus Unternehmen, Medien, Agenturen und Beratungsfirmen mit Know-how im Sportbusiness bewertet dabei die 18 Vereine in sieben Kategorien. Abgefragt werden die Einschätzungen zu den Themen Management, Marke, Stadion, Sponsoren, Fans, Serviceorientierung und Team Perspektive. Pro Kategorie können maximal zehn Punkte vergeben werden. Die sieben Einzelbenotungen werden zum Gesamtergebnis aufaddiert.
    Damit verweist der Experte in Sachen Bundesliga auf zwei wichtige Erkenntnisse, die sich auch im HORIZONT Bundesliga-Check widerspiegeln: Zum einen auf das extrem vergrößerte und nahe beieinanderliegende Mittelfeld, das sich praktisch von Rang 3 bis Rang 11 zieht und einige spannende Veränderungen in beide Richtungen aufweist. So gelingt beispielsweise Eintracht Frankfurt der beeindruckende Sprung von Platz 12 auf 7; Aufsteiger und Rückkehrer Stuttgart platziert sich auf Anhieb punktgleich ebenda; Leverkusen fällt von 6 auf 9; und schließlich Hoffenheim, das von Rang 16 auf 10 aufsteigt. Den größten Sprung nach vorn macht RB Leipzig. Im Vorjahr von den meisten skeptisch beobachtet und im Lauf der Saison von Fans und Experten immer wieder teils mit Abscheu, teils mit Bewunderung bedacht, entscheiden sich die 15 Juroren (siehe Kasten) ganz klar für die Leipziger, die damit von Platz 13 auf 4 steigen.

    Die Juroren:

    Joachim Bacher, Kantar TNS; Thomas Deissenberger, Sky; Patrick Fischer, Sport 1; Rainer Franzke, Kicker; Philipp Hasenbein, Lagardère Sports; Jan Lehmann, Nielsen Sports; Michael Lina, ARD Werbung; Ulrich Roth, Follow Red; Hermann Schlindwein, Klinker Zindel Partner; Heribert Schwab, Akzio; Herbert Sollich, Veltins; Henning Stiegenroth, Deutsche Telekom; Florian Strauß, Serviceplan; Joachim Strunk, Postbank; Claudia Triebs, Deutsche Bahn.
    "Dank des sportlichen Erfolgs mit attraktivem Offensivfußball konnte Leipzig nicht nur regional, sondern bundesweit deutlich an Sympathiepunkten gewinnen", kommentiert Jan Lehmann, Geschäftsführer beim Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports. "Aber auch abseits des Rasens unterstreicht RB die hohen Ambitionen: Das Bekenntnis zu einem familienfreundlichen und friedlichen Fußball wird stringent umgesetzt, sodass RB derzeit entgegen mancher Kommentare von den meisten Fans sehr positiv beurteilt wird." son

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