Bundesliga DFL präsentiert neunten Umsatzrekord in Folge

Dienstag, 28. Januar 2014
DFL-Chef Christian Seifert hat wieder mal gut Lachen
DFL-Chef Christian Seifert hat wieder mal gut Lachen


Mit einem Umsatz von 2,17 Milliarden Euro meldet die Fußball-Bundesliga den neunten Umsatzrekord in Folge (plus 4,4 Prozent). Die Zahlen im gerade präsentierten Bundesliga Report 2014 beziehen sich auf die Saison 2012/13, was unter anderem bedeutet, dass der große Sprung erst noch bevor steht.
Die 2,17 Milliarden Euro verteilen sich auf die sechs Einnahmekategorien Medien (619,9 Millionen), Werbung (578,8 Millionen), Spielertrag (469,3 Millionen), Transfer (155 Millionen), Merchandising (120,4 Millionen) und Sonstige (229 Millionen). Bis auf die volatilen Transfererlöse und sonstigen Erlöse konnte in allen Kategorien eine Steigerung erzielt werden. Die stärkste entfällt mit plus 63 Prozent auf die Merchandising-Umsätze, die allerdings nur auf einen Umsatzanteil von 5,5 Prozent kommen. In den drei Top-Einnahmekategorien Medien, Werbung und Spiel machten die Medieneinnahmen mit 13,5 Prozent den größten Sprung auf 619,9 Millionen Euro. Darin enthalten sind nicht nur die durch die DFL generierten Einnahmen aus der Zentralvermarktung, sondern auch die Medienerlöse einzelner Clubs aus internationalen Club-Wettbewerben, dem DFB-Pokal und der Vermarktung der Radiorechte.

In der laufenden Saison 2013/14 bekommen die Medienerlöse noch mehr Gewicht. Der neue nationale Medienvertrag, der dem Lizenzfußball - also Bundesliga und 2. Bundesliga - Einnahmen von 2,5 Milliarden Euro über vier Spielzeiten garantiert, sorgt bereits in der laufenden Saison für Mehreinnahmen von 120 Millionen Euro. Bis 2016/17 beträgt das Plus aus der nationalen Medienvermarktung 233 Millionen Euro.

"Werbe- und Spielerlöse lassen sich nicht mehr beliebig steigern. Die Werbeflächen sind vermarktet, die Stadien zu 91 Prozent ausgelastet und an den moderaten Ticketpreisen hält die Liga fest. Insofern ist es gut, dass die nationalen und
internationalen Medienerlöse nun kräftig anziehen", sagt DFL-Chef Christian Seifert. Mit den internationalen Medienrechten will Seifert 2015/16 die 100-Millionen-Euro-Marke knacken, wenn in den meisten Vertragsländern eine neue Rechteperiode beginnt.

Parallel zu den höheren Einnahmen der 18 Erstligisten sind auch die Ausgaben gestiegen, um 4,1 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Den größten Posten machen mit 847 Millioenen Euro die Gehälter und Prämien für Spieler und Trainerstab aus. Und unterm Strich? Das Gesamtergebnis nach Steuern beläuft sich auf 62,6 Millionen Euro (Vorjahr: 55,1 Millionen). Zwölf von den 18 Clubs konnten einen Nachsteuer-Gewinn ausweisen. Im Vorjahr waren es allerdings noch 14. mh
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