Budni So lief die clevere #G20-Twitter-Kampagne der Hamburger Drogeriekette

Montag, 10. Juli 2017
Budni hat Twitter in den Mittelpunkt seines Aufschlags zum G20-Gipfel in Hamburg gerückt
Budni hat Twitter in den Mittelpunkt seines Aufschlags zum G20-Gipfel in Hamburg gerückt
© Budni Twitter
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Seit Samstag ist der G20-Gipfel in Hamburg Geschichte. Auf Twitter ist unter dem Hashtag #G20 jedoch immer noch einiges los. Das liegt nicht nur an den Krawallen in der Hansestadt, sondern auch an der Drogeriekette Budnikowsky (kurz: Budni), die selbst von den Ausschreitungen betroffen war und die Plattform für eine Social-Kampagne nutzte - und die mächtigsten Politiker der Welt mit einer "Tweet-Wave" an die wirklich drängenden globalen Probleme erinnerte.
Gemeinsam mit Global Citizen und der Hamburger Agentur Polycore, die für Idee und Umsetzung der Kampagne verantwortlich zeichnet, hat Budni den G20-Gipfel zum Anlass genommen, um die während des Treffens hermetisch abgeriegelten G20-Entscheider daran zu erinnern, wofür sie politisch gewählt wurden - für die Bewältigung von globalen Problemen. Dazu hat das Unternehmen eine sogenannte "Tweet Wave" ins Leben gerufen und im Vorfeld des Global-Citizen-Konzerts in der Barclaycard-Arena mehrere Tore, die mit den wichtigsten "Global Goals" der UN überschrieben waren, aufgestellt. Der Clou: Wenn Passanten durch die Tore mit Themen wie #GenderEquality, #NoPoverty oder #QualityEducation hindurchgelaufen sind, wurde automatisch ein Tweet mit Foto ausgelöst - und in dem sind jeweils vier G20-Politiker verlinkt. So sollen die Tweets zu persönlichen Statements an die Staatschefs werden.

Für die Kampagne hat Budni eigens den Hashtag #G20 auf Twitter gesponsert. Das hatte unter anderem zur Folge, dass das Kampagnenvideo (siehe oben) bei der Suche nach Tweets zu dem Hashtag jedem Nutzer als erstes angezeigt wurde. "Wir haben uns dafür entschieden den Hashtag #G20 zu nutzen, um die Politiker des G20-Gipfels an ihre Versprechen zu den Zielen der UN zu erinnern", erklärt Christoph Woehlke, Geschäftsführer von Budnikowsky. "Twitter ist für uns genau die richtige Plattform, um unsere Haltung zu gesellschaftlichen Themen zu transportieren, denn auf Twitter treffen wir eine Nutzerschaft, die sich sehr intensiv am gesellschaftlichen Diskurs beteiligt. So erreichen wir schnell viele Menschen auf digitalem Weg."

Laut der verantwortlichen Agentur Polycore war die Kampagne ein voller Erfolg: Mit dem "Promoted Trend" #G20 konnte Budni 3,62 Millionen Impressions in den vergangenen Tagen erzielen. Insgesamt haben die Passanten in Hamburg 2000 Global-Goals-Tweets ausgelöst. Das Kampagnenvideo selbst sahen 502.000 Nutzer, es gab 15.300 Interaktionen. Die besonders hohe Relevanz des G20-Themas sorgte laut Twitter für überdurchschnittlich hohe Interaktionsrate von 3,06 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 0,5 bis 1 Prozent. tt
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