Brand Safety Worauf Werbungtreibende bei der Kampagnen-Planung achten sollten

Mittwoch, 12. April 2017
Nicolas Poppitz ist Managing Director Germany bei Teads
Nicolas Poppitz ist Managing Director Germany bei Teads
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Werbungtreibende YouTube Umfeld Nicolas Poppitz


Brand Safety im Online-Marketing gehört unter deutschen Werbungtreibenden zwar seit Jahren zu den drängendsten Themen. Der Werbe-Stopp zahlreicher Top-Kunden bei Youtube hat die Relevanz von markenkonformen Umfeldern aber erneut unterstrichen. Der Online-Vermarkter Teads gibt Werbungtreibenden nun Tipps, wie sie ihre Kampagnen sicher aussteuern.
So sollten Werbekunden schon bei der Auswahl der Plattformen, auf denen sie werben wollen, genau hinsehen: Wer mit Premium-Publishern zusammenarbeite, bekomme in der Regel qualitativ hochwertige Umfelder geboten und sei seltener von Ad Fraud betroffen. Das rechtfertige auch den in der Regel höheren Preis, heißt es in der Teads-Expertise. Zudem sei wichtig, auf eine direkte Beziehung zum Publisher zu achten. Denn seriöse Vermarkter würden fragwürdige Websites gar nicht erst in ihr Portfolio aufnehmen bzw. proaktiv entfernen. 
Oft lässt sich der Einsatz von Drittanbietern jedoch nicht vermeiden, um zusätzliche Reichweite beziehungsweise genaueres Targeting zu ermöglichen. In diesem Fall sei es geboten, diese Drittdaten einer genauen Prüfung zu unterziehen. Ein Tool dafür ist etwa der von Integral Ad Science entwickelte True Advertising Quality Score (TRAQ). Beim automatisierten Werbeeinkauf sollten Werbungtreibende darauf achten, vom Zukauf so genannten Blind Inventorys abzusehen. Dabei handelt es sich um Werbeplätze, von denen der Kunde nicht genau weiß, wo diese eigentlich auftauchen. Sinnvoller sei die Zusammenarbeit mit Supply Side Platforms, die volle Transparenz über die Werbeumfelder gewährten. Zu guter Letzt müssten Werbungtreibende überlegen, ob native Werbeformate ihnen nicht das höchste Maß an Brand Safety bieten.

"Werbungtreibende sollten beim Ausspielen von Marketing-Kampagnen ihr Augenmerk mehr auf Qualität und Umfeld legen", sagt Nicolas Poppitz, Deutschlandchef von Teads. "Denn nur wenige Marktteilnehmer bieten gleichzeitig Qualitätsumfelder und hohe Reichweite. Wer mit seriösen Publishern und Vermarktern zusammenarbeitet, die nachweislich markenkonforme Umfelder anbieten, hat kaum Probleme mit dem Thema Brand Safety und Fraud."
Joachim Schütz, OWM
Bild: Hoffotografen

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Teads dürfte bei dem Thema natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken agieren: Das Unternehmen positioniert sich selbst als einer der führenden Vermarkter von Premium-Umfeldern und als Anbieter nativer Werbeformate. So arbeitet Teads etwa exklusiv für Spiegel Online, außerdem gehören "Bild", "Welt", "Tagesspiegel" und "Bunte" zu den Kunden. Eines der wichtigsten Produkte von Teads, das kürzlich von dem niederländischen Telko-Anbieter Altice übernommen wurde, sind Outstream-Videos. Diese werden direkt in den von Publishern publizierten Artikeln abgespielt und sollen so eine Alternative zu Pre- und Mid-Rolls sein. 

Die aktuelle Debatte um Brand Safety und markenkonforme Umfelder könnte also für Teads und weitere Online-Vermarkter eine Chance sein, sich als "Helfer in der Not" zu positionieren - und so auch monetär vom Bedarf nach größtmöglicher Umfeldsicherheit zu profitieren. ire 
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