Brand Finance Manchester United überholt Bayern München als wertvollster Club der Welt

Montag, 08. Juni 2015
Grund zur Freude für Wayne Rooney und Manchester United: PLatz 1 im Brand Finance Ranking
Grund zur Freude für Wayne Rooney und Manchester United: PLatz 1 im Brand Finance Ranking
Foto: dpa picture alliance

Sportlich läuft es für Manchester United seit dem Abgang der Trainer-Legende Sir Alex Ferguson alles andere als rund. Abseits des Platzes trumpft der englische Rekordmeister dafür groß auf: Im Brand-Finance-Ranking ist ManUnited aktuell der wertvollste Club der Welt.
Der Wert des Clubs beträgt demnach aktuell 1,2 Milliarden US-Dollar. Damit ist Manchester United der erste Verein, der die 1-Milliarden-Marke knackt. Gegenüber die vergangenen Jahr haben die "Red Devils" ihren Markenwert um phänomenale 467 Millionen Dollar bzw. 63 Prozent gesteigert - und gleichzeitig ihren Absturz aus dem Vorjahr auf eindrucksvolle Weise umgekehrt. Dafür gibt es mehrere Gründe - und die sind in erster Linie abseits des grünen Rasens zu suchen. Denn in der abgelaufenen Premier-League-Saison blieb Manchester United erneut ohne Titel. Dass der Club aber nach wie vor eine bärenstarke Marke mit einem Ruf wie Donnerhall ist, dafür spricht nicht zuletzt der Rekorddeal mit Adidas: Der Sportartikler löst zur kommenden Saison Nike als Ausrüster ab. Aus dem Vertrag erlöst Manchester United in zehn Jahren 750 Millionen Pfund (1,1 Milliarden Dollar). Das ist mehr als dreimal so viel, wie Nike bislang überwiesen hat. Auch Trikotsponsor Chevrolet (47 Millionen Pfunf pro Jahr) füllt die Kassen des Clubs ordentlich.

Ein weiterer Faktor für ManUniteds Stärke ist der neue Medienvertrag der Premier League. Dieser garantiert den englischen Clubs von 2016 bis 2019 satte 5,1 Milliarden Pfund (7,8 Milliarden Dollar) - allein aus der Inlandsvermarktung. Ein Faktor, der sich auch auf die Positionen der anderen Premier-League-Clubs auswirkt.

Die Brand Finance Football 50
Die Brand Finance Football 50 (Bild: Brand Finance)
Für Bayern München bleibt nach der Spitzenposition im Vorjahr damit nur noch Rang 2. Dass der deutsche Rekordmeister trotz zweier Halbfinal-Niederlagen in der Champions League nacheinander seinen Markenwert um 36 Millionen Dollar auf 933 Millionen Dollar steigern konnte, spricht für gesundes Wirtschaften und hohe Attraktivität bei Medien und Sponsoren. Das belegt auch die Konzernbilanz der Bayern: In der Saison 2013/14 steigerte der deutsche Fußball-Primus seinen Konzernumsatz um 22 Prozent auf 528 Millionen Euro und durchbrach damit erstmals die Grenze von einer halben Milliarde Euro.

Mit diesem Ergebnis halten die Bayern die Konkurrenz von Real Madrid (Wert: 873 Millionen Dollar), Manchester City (800), Chelsea (795) und vor allem Barcelona (773) deutlich auf Distanz. Der frisch gebackene Champions-League-Sieger kann seine Überlegenheit auf dem Platz offenbar nicht so gut in Markenwert übersetzen wie die Konkurrenten. Das von Brand Finance für den FC Barcelona vergebene AAA+-Rating zeigt jedoch, dass die Katalanen definitiv das Zeug haben, die Lücke zu schließen.

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Nach unten ging es derweil für Borussia Dortmund und Schalke 04, die 1 bzw. 12 Millionen Dollar Markenwert gegenüber dem Vorjahr einbüßen. Der BVB liegt mit 326 Millionen Dollar auf Rang 12 (Vorjahr: 9), der FC Schalke rangiert mit 302 Millionen Dollar einen Platz dahinter (Vorjahr: 11). Dass die Königsblauen in der zurückliegenden Saison die Champions-League-Ränge verpasst haben, dürfte ihnen im kommenden Ranking wohl einen weiteren Dämpfer verpassen.

Weitere Bundesligisten sind Bayer Leverkusen auf Platz 28 (135 Millionen Dollar), der VfB Stuttgart auf Rang 32 (121 Millionen Dollar), der VfL Wolfsburg auf Platz 36 (116 Millionen), der Hamburger SV auf Platz 41 - der zweimalige Fast-Absteiger erlebte einen Absturz um 23 Plätze - (103 Millionen), der SV Werder Bremen auf Platz 44 (88 Millionen) und einen Platz dahinter Borussia Mönchengladbach (86 Millionen). Neben Schalke und Hamburg musste auch Bremen einen Rückgang des Markenwerts hinnehmen - alle drei Traditionsclubs leiden dabei unter sportlichen Duststrecken in den vergangenen 12 Monaten. ire
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