Boomender E-Commerce Deutsche Internetwirtschaft erwartet für 2017 Umsatz von 55 Milliarden Euro

Freitag, 13. Januar 2017
E-Commerce wird auch in den nächsten Jahren weiter boomen - immer stärker auch auf Mobilgeräten
E-Commerce wird auch in den nächsten Jahren weiter boomen - immer stärker auch auf Mobilgeräten
Foto: Colourbox

Der Onlinehandel in Deutschland boomt immer weiter - und das bleibt auch in den nächsten Jahren so. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Die deutsche Internetwirtschaft 2015-2019" vom Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco und Arthur D. Little. Demnach bescheren sowohl die Endverbraucher als auch Unternehmen mit ihren Onlineein- und -verkäufen der Branche bis 2019 durchschnittliche Wachstumsraten von 13 Prozent pro Jahr.
Während im E-Commerce laut der Prognose in diesem Jahr ein Gesamtumsatz von 55 Milliarden Euro erwirtschaft werde, sollen es 2019 schon 70 Milliarden Euro sein. Gerade im Bereich B2C (durchschnittliches Wachstum p.a. bis 2019: 12 Prozent) sei der Boom getrieben von immer stärker zunehmenden Online-Affinität der Verbraucher. "Trends wie Personalisierung der Shops, etwa bei Kauf-Empfehlungen, und die voranschreitende Nutzung von künstlicher Intelligenz werden das Online-Shopping-Erlebnis weiter erleichtern", sagt Lars Riegel, Principal bei Arthur D. Little. Allein 40 Prozent der deutschen B2C-Nachfrage werde durch sogenannte Global Scale Player wie Amazon, Ebay und Expedia abgedeckt. Aufgrund des erleichterten Marktzugangs für neue Player werde der Wettbewerb weiter zunehmen.
Der Onlinehandel verzeichnet weiter große Wachstumsraten - sowohl B2B als auch B2C
Der Onlinehandel verzeichnet weiter große Wachstumsraten - sowohl B2B als auch B2C (Bild: Eco, Arthur D. Little)
Für den E-Commerce im B2C-Segment erwarten Eco und Arthur D. Little einen Umsatz von 35 Milliarden Euro in 2017, in zwei Jahren soll er dann bei 46 Milliarden Euro liegen. Die durchschnittliche Wachstumsrate pro Jahr, die die Experten prognostizieren, liegt bei 15 Prozent. "Der Digitale Wandel der deutschen Wirtschaft und ein hoher Automatisierungsgrad machen E-Commerce im B2B-Segment sehr attraktiv", erklärt Georg Rainer Hofmann, Leiter der Eco-Kompetenzgruppe E-Commerce. "In der deutschen Wirtschaft sehen wir eine mittlerweile fast flächendeckende Dominanz der semi-automatisierten Bestellungen und Beschaffungen per Internet." Die Nachfrage im B2B-E-Commerce in Deutschland decken vor allem deutsche Unternehmen ab. Ausländische Plattformen haben nur einen geringen Marktanteil. Deutsche B2B-Online-Shops sind laut Hofmann auch international aktiv und erfolgreich, insbesondere innerhalb der EU.

In der zu Grunde liegenden Studie wurden die Zahlen zu den Umsätzen und der Beschäftigung in der Internetwirtschaft in Deutschland sowie der detaillierten Segmentprofile auf Basis von Daten von eco und Arthur D. Little sowie verschiedener Sekundärdatenquellen von Verbänden (BVH, EITO, BITKOM, VATM, BIU, ZVEI etc.), von Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts, der Bundesnetzagentur und anderer Dienste sowie auf Basis von zahlreichen Experteninterviews ermittelt.

Die gesamte Studie gibt es auf der Eco-Website zum kostenlosen Downloadtt
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