Bilder von Boateng, Gündogan & Co So reagiert Ferrero auf die Pegida-Hetze gegen Kinderschokolade

Mittwoch, 25. Mai 2016
Mit dieser Sonderedition der Kinderschokolade sorgt Ferrero derzeit für Aufsehen
Mit dieser Sonderedition der Kinderschokolade sorgt Ferrero derzeit für Aufsehen
Foto: Ferrero

Zur Fußball-EM verkauft Ferrero seine Kinderschokolade in einer Sonderedition: Statt des bekannten Jungen auf der Verpackung gibt es elf Varianten mit Kinderbildern aktueller und ehemaliger deutscher Nationalspieler. Weil die aber im Jahr 2016 nicht nur Götze, Schürrle und Hummels heißen sondern auch Boateng, Gündogan und Podolski, geraten manche Pegida-Unterstützer in helle Aufregung.
Auslöser der Debatte war ein Facebook-Beitrag eines Pegida-Ablegers vom Bodensee. Vergangene Woche posteten die Organisatoren ein Foto eines PoS-Aufstellers mit den Kinderschokolade-Packungen mit den Jugendbildern von Jerôme Boateng und Ilkay Gündogan. Dazu hieß es: "Vor Nichts wird Halt gemacht. Gibts die echt so zu kaufen? Oder ist das ein Scherz?." Statt des wohl von den Pegidia-Anhängern erhofften Shitstorms gegen Ferrero erhält der Süßwarenhersteller im Netz allerdings große Unterstützung für die originelle Kampagne.
Bei Facebook hat sich das Unternehmen bereits zu dem Thema geäußert. "Wir von Ferrero möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung distanzieren. Wir akzeptieren und tolerieren diese auch nicht in unseren Facebook-Communities", heißt es unter dem Posting zur aktuellen Werbekampagne von Ferrero. Seit vergangenem Wochenende sind verschiedene Spot-Varianten auf Sendung, unter anderem auch mit einer sehenswerten Erinnerung an den jungen Mehmet Scholl. Die Kreation der Kampagne kommt von Stammbetreuer M&C Saatchi.
Ferrero und der Deutsche Fußball-Bund verbindet eine lange Partnerschaft: Seit über 20 Jahren liegen Hanuta und Duplo zu den großen Turnieren traditionell Sammelbilder der Nationalmannschaft bei, für Nutella trommelte das Unternehmen in der Werbung lange Jahre mit den jeweils aktuellen Auswahlspielern. Bis 2008 war Ferrero zudem offizieller Partner des DFB, seitdem fungiert man als Lizenzpartner. fam

Edit: Inzwischen hat der Pegida-Ableger vom Bodensee seinen Facebook-Post entfernt.
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