Bestätigt Adidas wird neuer Ausrüster von Manchester United

Montag, 14. Juli 2014
Adidas-Chef Herbert Hainer spricht von einem "Meilenstein" (Bild: Adidas)
Adidas-Chef Herbert Hainer spricht von einem "Meilenstein" (Bild: Adidas)


Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, nun ist es offiziell: Adidas wird ab der Saison 2015/16 Ausrüster von Manchester United. Die Herzogenauracher haben den großen Rivalen Nike ausgestochen, der mit den von Adidas gebotenen Konditionen offenbar nicht mithalten wollte. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren und garantiert Manchester United mindestens 750 Millionen Pfund (umgerechnet rund 944 Millionen Euro). Dies bestätigte der englische Rekordmeister auf seiner Homepage sowie auf Twitter. Die Partnerschaft macht Adidas zum technischen Sponsor und offiziellen Lizenzpartner des Clubs. Zudem darf Adidas weltweit mit dem Logo von Manchester United versehene Produkte verkaufen. Besonders im Hinblick auf den asiatischen Markt, wo Manchester United eine große Fanbasis besitzt, wird der Sportartikler hohe Erwartungen an das Merchandising-Geschäft haben. Entsprechend stellt der Deal für Adidas-Chef Herbert Hainer "in Bezug auf das Merchandising-Potenzial einen Meilenstein" dar.

Insgesamt hofft Hainer, "während der Laufzeit unserer Partnerschaft einen Umsatz von insgesamt 1,5 Milliarden Pfund zu erzielen." Im Duell mit Nike um die Marktführerschaft im globalen Fußball-Geschäft ist das ein ordentliches Pfund. "Diese Partnerschaft mit Manchester United unterstreicht deutlich unsere Marktführerschaft im Fußball und wird uns dabei helfen, unsere Position in wichtigen Märkten weltweit weiter zu stärken", so der Adidas-Chef.


Für Adidas ist die Partnerschaft mit Manchester United nicht zuletzt auch ein Prestigeerfolg. Mit Bayern München, Real Madrid und Chelsea stattet das Unternehmen bereits alle Champions-League-Sieger der vergangenen drei Spielzeiten aus. Für Manchester kommt die Partnerschaft gerade zur rechten Zeit: Weil man in der abgelaufenen Saison die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb verpasst hat, stehen Einbußen in Millionenhöhe an. In dieser Saison werden die "Red Devils" noch einmal mit dem Nike-Trikot auflaufen, darauf prangt das Logo des Auto-Herstellers Chevrolet.

Zu Beginn des Jahres hatte Nike bereits schon einmal das Nachsehen bei einem renommierten Premier-League-Club: Am 1. Juli hat Puma den US-Sportartikler als Ausrüster von Arsenal London abgelöst, den Club der frisch gebackenen Weltmeister Mesut Özil, Per Mertesacker und Lukas Podolski. ire
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