Best Retail Brands Aldi ist die wertvollste deutsche Handelsmarke

Dienstag, 08. April 2014
Aldi schafft mit 2,9 Milliarden US-Dollar den Sprung unter die Top 10 des Rankings
Aldi schafft mit 2,9 Milliarden US-Dollar den Sprung unter die Top 10 des Rankings

Walmart, H&M, Woolworth und Natura sind die wertvollsten Handelsmarken. Zum vierten Mal stellt Interbrand heute die Best Retail Brands vor. Erstmals wertet die Studie dabei die Marken nach den Regionen Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik und Südamerika aus. Wertvollste deutsche Marke ist Aldi.
In Nordamerika dominiert Walmart mit 131,9 Milliarden US-Dollar das Ranking. In Europa stehen mit H&M (18,2 Milliarden US-Dollar), Ikea (13,8 Milliarden US-Dollar) und Zara (10,8 Milliarden US-Dollar) gleich drei Neueinsteiger auf den ersten drei Plätzen.  Im asiatisch-pazifischen Raum steht Woolworth (4,9 Milliarden US-Dollar) auf Platz 1. In Lateinamerika schafft Natura mit 3,1 Milliarden US-Dollar den Sprung auf den ersten Platz. Durch die deutsche Brille betrachtet: Unter den 50 europäischen Topmarken befinden sich mit Aldi, Lidl, Media Markt, Edeka, Kaufland, dm und Rewe gleich sieben heimische Vertreter. Aldi schafft mit 2,9 Milliarden US-Dollar den Sprung unter die Top 10, bei Lidl macht sich auf Platz 13 die Multichannel-Strategie bemerkbar. Der Neckarsulmer Discounter konnte seinen Markenwert im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar steigern. Auf Platz 15 rangiert Edeka mit einem Markenwert von 1,5 Mrd. US-Dollar. Media Markt dagegen verliert mit 1,1 Milliarden US-Dollar 14 Prozent. Die Ingolstädter sind auf Rang 22 aber immer noch die wertvollste Elektronikmarke in Europa. Platz 31 belegt Kaufland mit einem Wertzuwachs von 11 Prozent auf 610 Millionen US-Dollar. Die Plätze 33 und 34 gehen an dm und Rewe, die sich beide über einen Markenwertzuwachs von 13 Prozent freuen können, auf 548 beziehungsweise 518 Millionen US-Dollar.

Neben den nackten Zahlen zeigt die Interbrand-Analyse, dass die erfolgreichsten Retailer es verstehen, ihr bisheriges Geschäftsmodell gezielt ausweiten, um sich größere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Mit Innovationen im Onlinegeschäft soll dabei die Kluft zwischen In-Store- und Online-Erlebnis überbrückt werden, um so ein nahtloses Kundenerlebnis in allen Bereichen zu schaffen. Und dabei vor allem reine Online-Händler in die Schranken weisen. „Um der weiter wachsenden Beliebtheit von E-Commerce zu begegnen, erweist sich die Lebendigkeit der Einzelhandelsformate für viele Händler als Schlüssel zum Erfolg", sagt Justus Schneider, CEO Interbrand Central and Eastern Europe. „Wer sich nicht ändert, gerät sehr schnell ins Hintertreffen. Der Handel lebt vom Wandel. Heutzutage, in einem sich schnell entwickelnden globalen Markt, müssen Einzelhandelsmarken agiler, flexibler und reaktionsschneller sein als je zuvor."

Dabei hat der Store in den Einkaufsstraßen der Städte und Megacities durchaus weiter seine Berechtigung. Markenshops etwa sollen die Marke zelebrieren. „Marken müssen sich permanent dem Rhythmus des Konsumenten anpassen", sagt Andreas Rotzler, Chief Creative Officer Interbrand Central and Eastern Europe. mir

Mehr zu den Best Retail Brands erfahren Leser in der gedruckten Ausgabe von HORIZONT, die am kommenden Donnerstag erscheint.
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